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Kerry: Entschuldigung bei Diplomaten

LGBTI-Mitarbeiter wurden seit den 40ern benachteiligt

Noch-Außenminister John Kerry hat sich formal für Diskriminierung „auf der Basis von sexueller Orientierung“ entschuldigt. Die Entschuldigung richtete er an US-Diplomaten, die jahrelang Vorurteile und Benachteiligungen erfahren haben.

In dem Statement erklärte er, dass Staatsbedienstete auch nach den 1940er-Jahren diskriminiert wurden. So wurden LGBTI-Angestellten bestimmte Jobs vorenthalten oder vom Auslandsdienst ausgeschlossen. „Das war damals falsch, genauso wie es heute falsch wäre“, sagte Kerry.

Kerry ernannte ersten LGBTI-Sondergesandten

„Im Namen des Ministeriums entschuldige ich mich bei denjenigen, die von dieser Praxis in der Vergangenheit betroffen waren“, sagte der US-Außenminister. „Ich bekräftige den unerschütterlichen Einsatz des Ministeriums für Vielfalt und Inklusion für alle unsere Angestellten, einschließlich allen Mitgliedern der LGBTI-Community.“

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Kerry homofreundlich zeigt. So hat er den ersten Sondergesandten für LGBTI-Menschenrechte ernannt (MÄNNER-Archiv.)

Uganda, Russland, Iran „attackieren die Würde“

Bei einer Pride-Veranstaltung der schwullesbischen Vereinigung der Außenpolitik sagte er außerdem, dass die USA LGBTI-feindliche Gesetze auf der ganzen Welt verhindern müssen.

„Von Uganda nach Russland und in den Iran, erleben LGBTI-Communitys diskriminierende Gesetze und Handlungen, die deren Würde attackieren, ihre Sicherheit gefährden und Menschenrechte verletzen“, sagte er.

Ob Kerrys Nachfolger seinen Einsatz weiterführt?

„Und wir alle haben eine Verantwortung, uns gegen den Trend von steigender Gewalt und Diskriminierung gegen LGBTI einzusetzen“, ergänzte Kerry damals. Das wird zwar noch eine Weile dauern, erklärte er, „und es wird Courage und Geduld erfordern, um den Kampf fortzusetzen.“

Ob sein Nachfolger diesen Kampf weiterführt, ist ungewiss. Donald Trump hat erklärt, Rex Tillerson zum Außenminister zu machen. (Im MÄNNER-Archiv gibt’s eine Übersicht über Trumps homofeindliches Kabinett.) Als Unternehmer hat sich Tillersons Konzern jahrelang gegen einen Diskriminierungsschutz für LGBTI gewehrt.

Titelfoto: flickr.com/Center for American Progress Action Fund/Ralph Alswang – CC BY-ND 2.0


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