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Kalifornien: Keine Reise zu Homophoben

Steuergeld soll den Hass nicht finanzieren

Der US-Bundesstaat Kalifornien hat beschlossen, keine Reisen in homofeindliche Bundesstaaten mehr staatlich zu finanzieren. Konkret handelt es sich um North Carolina, Mississippi, Tennessee und Kansas.

In diesen vier Staaten bestehen Gesetze, die die Rechte von LGBTI einschränken. Besonders bekannt ist HB2 aus North Carolina, das es Transgendern verbietet, die Toilette für das Geschlecht zu benutzen, dem sie sich zugehörig fühlen. In Mississippi dürfen Privatpersonen, Unternehmen, Behörden und Kirchen offen LGBTI diskriminieren, wenn sie das mit ihren religiösen Überzeugungen begründen. (MÄNNER-Archiv.)

Der offen schwule Abgeordnete Evan Low hat das Gesetz vorangetrieben

Die Sperre ist eine Folge von „Assembly Bill 1887“. Darin hat sich Kalifornien verpflichtet, „es zu vermeiden, die Diskriminierung von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern zu unterstützen oder zu finanzieren.“

Das Gesetz wurde im September 2016 beschlossen und gilt seit dem 1. Januar. Es wurde unterstützt von der LGBTI-Organisation „Equality California“ und vom offen schwulen Abgeordneten Evan Low vorangetrieben.

Kein Platz für Diskriminierung in Kalifornien

„Kalifornien hat klargemacht, dass die Dollars unserer Steuerzahler weder Fanatismus noch Hass finanzieren sollen“, erklärte er in einem Pressestatement. „Wenn andere Staaten ähnliche Gesetze erlassen, werden wir daran arbeiten, das zu stoppen. Unsere Null-Toleranz-Politik zufolge gibt es keinen Platz für Diskriminierungen in Kalifornien, und AB 1887 stellt sicher, dass Diskriminierungen auch hinter unseren Grenzen nicht toleriert wird.“ (Auch viele Prominente boykottieren North Carolina – MÄNNER-Archiv.)

So wird jeder Staat, der per Gesetz die Rechte von gleichgeschlechtlichen Paaren oder Regenbogenfamilien einschränkt oder für LGBTI Ausnahmen in bestehenden Antidiskriminierungsgesetzen schafft, auch von dem Reise-Bann betroffen sein.

Titelfoto: publicdomainpictures.net


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