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Keine Einreise in USA nach Gay-Cruise

Der Iraner Maysam Sodagari konnte nach einem Urlaub zunächst nicht in die USA einreisen

Es hätte ein Traumurlaub werden sollen, doch er endete chaotisch und voller Angst. Maysam Sodagari war sieben Tage lang auf einer Gay-Cruise durch die Karibik unterwegs. Als er dann wieder in die USA einreisen wollte, war ihm das zunächst nicht möglich.

Der Grund: Das von US-Präsident Donald Trump verhängte Einreiseverbot gegen Bürger aus Iran, Irak, Syrien, Sudan, Somalia, Libyen sowie Jemen. Davon war auch der Chemieingenieur aus San Francisco betroffen, da er den iranischen Pass besitzt. (Kanada hat unterdessen angekündigt, Flüchtlinge aus diesen Ländern aufzunehmen – MÄNNER-Archiv.)

„Meine Zukunft ist unsicher“, fürchtete Maysam

Was dann passierte, schilderte er auf seinem Facebook-Profil. So ließ er die ganze Welt an den chaotischen Zuständen an der Grenze teilhaben. „Vielleicht kann ich morgen nicht in die USA einreisen“, schrieb er am Samstag.

„Meine Zukunft ist nur wegen einer plötzlichen Änderung der Rechtslage unsicher. Wenn ich festgehalten und zurück in den Iran abgeschoben werde, habe ich zumindest das Leben eines schwulen Mannes in den USA so weit wie möglich ausgelebt.“

Große Unterstützung für Maysam in den sozialen Netzwerken

Die US-amerikanische Nichtregierungsorganisation American Civil Liberties Union hat das Einreiseverbot am Wochenende angefochten. Ein Gericht hat daher geurteilt, dass Trumps Entscheidung nicht für Menschen gelten kann, die bereits über ein gültiges Visum – wie Maysam Sodegari – verfügen. (Im Juni marschieren LGBTI gegen Trump – MÄNNER-Archiv.)

Nach mehreren Stunden, die er am Hafen aufgehalten wurde, konnte er also in seine Heimat einreisen. Während er jedoch auf diese Entscheidung wartete, hat er sich sehr über die Unterstützung der Beamten und anderer Passagiere gefreut. Und auch auf Facebook solidarisierten sich viele mit Maysam. Sein Post, dass er einreisen darf, hat über 2000 Likes erhalten.

Titelfoto: Facebook


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