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Moonlight ist Bester Film des Jahres

Der Nationale Verband der US-Filmkritik verlieh seine Preise und das schwule Drama räumte ab

Das schwule Coming-of-Age-Drama „Moonlight” ist für die US-Filmkritiker ganz eindeutig „Bester Film des Jahres”. Der Nationale Verband der Filmkritik der USA gab seine Bestenliste gestern bekannt und Barry Jenkins Meisterwerk schlug jeden Konkurrenten um Längen. Noch deutlicher wurde es in der Kategorie „Bester Nebendarsteller”. Dort war Mahershala Ali (Foto)  nominiert, der in „Moonlight” den Ziehvater eines schwarzen, schwulen Kindes spielt. Er bekam 60 Prozent aller abgegebenen Kritikerstimmen. Aber auch in den Kategorien „Beste Kamera” räumte der Film ab und Barry Jenkins, dessen Spielfilmdebüt „Moonlight” ist, wurde „Bester Regisseur”. Auch an den Kinokassen läuft „Moonlight” sehr gut. (MÄNNER-Archiv)

Bester ausländischer Film wurde die deutsche Produktion „Toni Erdmann”

Der Verband der Filmkritik der USA versammelt die wichtigsten Filmkritiker von Los Angeles, Boston, New York, Philadelphia und Denver, die bei vielen angesehenen Tageszeitungen, Zeitschriften und Onlineportalen arbeiten. Die bewiesen auch sonst Geschmack und Stilsicherheit: Beste Schauspielerin wurde die Französin Isabelle Huppert für „Elle” und „Alles was kommt”, bester ausländischer Film wurde die deutsche Produktion „Toni Erdmann”. Da „Moonlight” auch für sechs  GoldenGlobes , die Preise die die internationale Filmkritik jedes Jahr in den USA verleiht, nominiert ist, geht er jetzt als Favorit ins Rennen um die Oscars 2017.

„Moonlight” startet am 9. März in den deutschen Kinos

Der Film erzählt – ausgehend vom autobiografisch geprägten Theaterstück „In Moonlight Black Boys Look Blue“ des schwulen Schriftstellers Tarell Alvin McCarthys – eine von Chiron unterteilt in drei Kapitel. Als kleiner Junge (gespielt von Alex Hibbert) findet er Zuneigung eher beim örtlichen Drogenboss (Mahershala Ali aus „House of Cards“) und dessen Frau (Janelle Monáe) als zuhause bei seiner Crack-süchtigen Mutter (Naomie Harris, 007s aktuelle Miss Moneypenny), die ihn schon mal als „Schwuchtel“ beschimpft. In der Pubertät (nun verkörpert von Ashton Sanders) wird er noch immer von seinen Mitschülern drangsaliert, erlebt allerdings auch mit seinem Jugendfreund Kevin eine körperliche Intimität, die in seinem Leben sonst fehlt. Jahre später jedoch ist Chiron (Trevante Rhodes) noch immer nicht bei sich selbst angekommen, sondern selbst auf kriminellen Abwegen unterwegs. Seine mühsam antrainierten Muskeln trägt er wie einen Panzer vor sich her, unter dem er nicht nur seine Homosexualität, sondern überhaupt sämtliche Gefühle versteckt. Bis sich eines Tages aus heiterem Himmel Kevin (André Holland) wieder bei ihm meldet. „Moonlight” startet am 9. März in den deutschen Kinos

Titelbild: „Moonlight”/Still

Hier der Trailer zum Film:


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