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Im Juni marschieren LGBT gegen Trump

Der National Pride March am 11. Juni soll ein Massenprotest gegen Trumps Politik sein - und auf dem Momentum des Womens March aufbauen

Am 21. Januar protestierten Millionen Frauen (und andere) gegen die Polititk des neuen US-Präsidenten Donald Trumps. Auf diesen Erfolg berufen sich die Organisator_innen des „National Pride March“: Sie wollen am 11. Juni in Washington D.C. eine ähnlich große Demonstration auf die Beine stellen – und zwar mit LGBT-Schwerpunkt. „In Solidarity“ ist das Motto der Veranstaltung, für die via Facebook bereits Tausende ihre Zusage gegeben haben.

Die Idee hatte der Aktivist David Bruinooge (42) aus Brooklyn, New York. Er sah im Fernseher die Massen, die bei der Frauendemonstration auf die Straßen gingen, und er dachte sich: Darauf sollte eine möglichst ähnlich große LGBT-Demonstration aufbauen, sagte Bruinooge dem Washington Blade. Entsprechend heißt es im Aufruf zur Demo: „Es ist unsere Absicht, als Community ihrem Beispiel zu folgen und unseren Teil beizutragen.“

Alle sollen mitmachen

Mit den Organisator_innen des Washington Pride, der am gleichen Wochenende stattfindet, hat sich der New Yorker Aktivist bereits abgestimmt. Von ihnen stammt auch die Idee, die Demonstration von ursprünglich „Gays on the Mall“ umzubenennen in „National Pride March“ und ein möglichst offenes Motto zu wählen. Entsprechend betont ein weiterer Facebook-Post, dass die Veranstaltung möglichst breit und integrativ sein sollte. „Jede Identität, Ethnie, Religion, Altersgruppe etc. unserer vielfältigen Gesellschaft soll willkommen, repräsentiert und eingebunden sein in die Planung, Vorbereitung und Teilnahme dieses Marschs“.

Im Vorfeld des Frauenmarschs am 21. Januar 2017 hatte es vereinzelt Kritik gegeben, dass der Marsch nicht zu einem Event weißer Mittelklasse-Frauen werden solle. Die Organisator_innen des Marsches hatten darauf reagiert und auf Diversität besonderes Augenmerk gelegt. Auch die Forderungen bezogen sich nicht nur auf Diskriminierungsfälle von Frauen, sondern deckten ein breites politisches Spektrum ab. Auch viele Schwule waren beim Frauenmarsch auf der Straße (MÄNNER-Archiv). So ein breites Spektrum will der National Pride March auch zusammenbekommen.

Die letzte große Demonstration von LGBT in Washington war der National Equality March 2009, der die rechtliche Gleichstellung von LGBTQ forderte. Damals gab es nur in fünf US-Staaten die Ehe für alle. Hunderttausende kamen zur Demonstration (siehe Bild).

Foto: Kyle Rush/Wikimedia (CC3)


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