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Obama erlässt Chelsea Mannings Strafe

Sie wird das Gefängnis am 17.Mai, dem Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie, verlassen

Die New York Times meldet am Dienstag Abend, dass Präsident Obama drei Tage bevor er die Amtsgeschäfte an Donald Trump übergibt, Chelsea Manning den Großteil ihrer Gefängnisstrafe erlassen hat. Manning hatte 2010 eine riesige Menge an geheimen Dokumenten der US-Armee an Wikileaks weitergeleitet. Sie war dafür in einem Verfahren vor einem US-Militärgericht zu  einer Gefängnisstrafe von 35 Jahren verurteilt worden. Manning hatte im Gefängnis ihr Coming-out als Transsexuelle. Im letzten Jahr hatte Manning zweimal versucht, sich das Leben zu nehmen, weil sie die Haftbedingungen als transsexuelle Frau in einem US-Militärgefängnis unerträglich fand.

Sie wird das Gefängnis am 17. Mai, den Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie verlassen

In den letzten Tagen hatte Wikileaks-Mitbegründer Julian Assange angeboten, sich selbst der US-Justiz auszuliefern, wenn Obama im Gegenzug Manning begnadigen würde. Dies scheint nun unnötig. Obama hat dafür gesorgt, dass sie einen Großteil ihrer Strafe nicht absitzen muss. Sie wird das Gefängnis am 17. Mai, den Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie verlassen. Ein Datum, dass die Regierung unter Präsident Obama sicher nicht zufällig gewählt hat. Es ist ein letztes Signal an die LGBTI-Community, die unter Obama mehr politische Fortschritte feiern konnte, als unter jedem anderen US-Präsidenten vor ihm. (MÄNNER-Archiv)

Mannings Straferlass befreit die US-Armee auch davon, ihre Geschlechtsanpassung betreuen zu müssen

Mannings Straferlass befreit die US-Armee auch von der Verantwortung, ihre Geschlechtsanpassung betreuen zu müssen. Etwas, mit dem die US-Armee keinerlei Erfahrungen hat, obwohl Trans* seit letztem Jahr ganz selbstverständlich Teil des Militärapparats der USA sind. (MÄNNER-Archiv) Das Weiße Haus hatte in den letzten Tagen mehrfach signalisiert, dass es wahrscheinlich sei, dass Manning Gesuch auf Straferlass stattgegeben werden würde.

Foto: United States Army


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