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Sie heiraten!

Und haben das ihren Gegnern zu verdanken

Unser aktuelles Lieblingspärchen aus Polen, Jakub und David, wird heiraten. Die beiden wurden im Sommer bekannt durch ihr eigenes Musikvideo zu Roxettes „Some Other Summer“ (MÄNNER-Archiv).

Danach hat das Paar übelste Drohungen erhalten. Man sollte ihnen „die Kehle durchschneiden”, andere wollten sie „mit Säure übergießen”, wieder andere forderten, die Männer „in die Gaskammer” zu schicken (MÄNNER-Archiv).

Die beiden lieben die Urlaubsinsel Madeira

Ausgerechnet dieser Hass wird es ihnen jetzt ermöglichen, sich im Sommer das Ja-Wort zu geben. Da das in Polen Schwulen jedoch verwehrt ist, haben sie sich für die portugiesische Insel Madeira entschieden. „Wenn wir nicht in unserer Heimat heiraten können, wollten wir uns einen Ort aussuchen, der uns am Herzen liegt“, erklärt David.

Zwar gebe es Länder, wo es einfacher ist, eine Heiratserlaubnis zu bekommen. „Doch wir haben uns für Madeira entschieden, weil wir uns vor ein paar Jahren in die Insel verliebt haben und seitdem jedes Jahr dorthin fahren.“

Portugal: Begründete Ausnahmen möglich

Ihr erster Antrag wurde von portugiesischer Seite jedoch abgelehnt, weil sie nicht alle benötigten Dokumente hatten. Die polnischen Behörden machen es homosexuellen Paaren oft besonders schwer, im Ausland zu heiraten, und halten sie lange hin, was die Papiere angeht.

Doch das portugiesische Recht erlaubt es, in begründeten Einzelfällen Ausnahmen zu machen. Das war Jakubs und Davids Chance. „Wir haben davon gelesen und uns entschieden, es noch einmal zu probieren“, sagt Jakub.

Die Hochzeit haben sie ihren Gegnern zu verdanken

In einem Brief haben sie ihre Geschichte erzählt, haben die vielen Artikel, die weltweit erschienen sind, angehängt, aber auch die vielen Hassnachrichten. „Nach ein paar Wochen Warten, haben wir die Entscheidung erhalten: Sie haben ihre Meinung geändert und wir haben die Erlaubnis, dort zu heiraten.“

„Es ist ein perfides Schicksal, dass wir unsere Traumhochzeit auf Madeira ausgerechnet denjenigen zu verdanken haben, die uns am meisten hassen.“

Titelfoto: privat


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