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„Trans-Rechte sind Menschenrechte”

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau stellt sich klar an die Seite von Transsexuellen

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau hat sich klar an die Seite von Transsexuellen gestellt. Während eines öffentlichen Auftritts in einer Schule am Wochenende, wurde er gefragt, wann die kanadische Regierung eine Justizregelung zu ändern gedenkt, wegen der Transsexuelle in Gefängnissen untergebracht werden, die nicht ihrem eigentlichen, sondern ihrem biologischen Geschlecht bei ihrer Geburt entspricht. Der Fragesteller bezeichnete die Praxis als „Folter”. Chelsea Manning, deren Strafe US-Präsident Obama am Dienstag Abend zu großen Teilen erlassen hat (MÄNNER-Archiv), hatte im letzten Jahr zweimal versucht, sich das Leben zu nehmen, weil sie als transsexuelle Frau ihre Haftbedingungen in einem Militärgefängnis für Männer unerträglich fand.

Wir müssen garantieren, dass wir díe Würde jedes einzelnen  Menschen verteidigen

Trudeau antwortete: „Ich werde sicherstellen, dass wir uns darum kümmern. Wie Sie wissen, bin ich ein Freund und Unterstützer der LGBTI-Community. Trans-Rechte sind Menschenrechte und wir müssen garantieren, dass wir díe Würde jedes einzelnen  Menschen verteidigen, egal wo und wann und auch ganz unabhängig davon, wer er ist.” Aber, Trudeau gab auch zu, sich der Problemlage in Bezug auf Trans*-Gefängnisinsassen bislang nicht bewusst gewesen zu sein.

Mann-zu-Frau-Transsexuelle sind in Männergefängnissen einem hohen Risiko ausgesetzt

Nur einige Tage zuvor hatte der „Correctional Service Canada”, die Gefängnisverwaltung von Kanada, eine neue Richtlinie zum Thema bekanntgegeben, die mehr oder weniger ihrer alten Herangehensweise entspricht: „Pre-operative Mann-zu-Frau-Transsexuelle Straftäter werden vor ihrer Geschlechtsanpassung in Gefängnissen für Männer untergebracht und Frau-zu-Mann-Transsexuelle werden in Frauengefängnissen untergebracht.” Gerade Mann-zu-Frau-Transsexuelle sind in Männergefängnissen einem deutlich höherem Risiko von Gewalt und Vergewaltigung ausgesetzt und erfahren oft schlimmste Diskriminierung durch ihre Mitinsassen. Laut Medienberichten wird ihnen außerdem oft die Hormontherapie vorenthalten.

Foto: Shutterstoch/Art Babych

 


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