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Wettbewerb sucht Coming-out-Geschichten

Es winken Preise bis zu 300 Euro

Der „Stefan Hölscher & Geest-Verlag Literaturwettbewerb“ 2017/18 sucht unter dem Motto „Weil ich so bin“ nach Coming-out-Geschichten von LGBTI verschiedener Generationen. „Die Entwicklung von Menschen, die lesbisch, schwul, bisexuell, transgender oder intersexuell sind, bringt zumeist ganz andere innere und äußere Herausforderungen, Spannungen und Hürden mit sich als die Entwicklung von Heterosexuellen“, schreibt der Initiator des Wettbewerbs, Stefan Hölscher.

Der Weg, zur eigenen Sexualität und damit zu sich selbst innerlich und vor anderen klar „Ja“ sagen zu können, ist oft lang, mühsam und schmerzvoll. Als Homosexualität in unserer Gesellschaft noch verboten oder in weiten Teilen der Bevölkerung abgelehnt und verpönt war, war dies in ganz besonderer Weise der Fall. Viel hat sich im Laufe der Zeit verändert, was Haltung und Akzeptanz gegenüber LGBTI anbetrifft.

Abwertung und Beschimpfung gibt es immer noch

Ein Coming-out ist für jüngere Menschen heute zumeist ungleich leichter als es früher war. Dies spiegeln auch die jüngst veröffentlichen Zahlen einer Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, nach denen sich 82,6 Prozent der Menschen für eine Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare aussprechen (MÄNNER-Archiv)

Dass aber gleichzeitig vier von zehn Befragten es eher oder sehr unangenehm fänden, einen schwulen Sohn oder eine lesbische Tochter zu haben, zeigt andererseits, auf welche Vorbehalte queere Menschen auch heute noch in ihrem Kernumfeld oder der Familie stoßen können. Ganz zu schweigen von Abwertungen, Beschimpfungen bis hin zu gewaltsamen Übergriffen, die es auch heute noch gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transpersonen und Intersexuellen auch in Deutschland gibt.

Wettbewerb wendet sich ausdrücklich an alle Generationen

Der Stefan Hölscher & Geest-Verlag Literaturwettbewerb, bei dem es immer um die Verbindung von Literatur und Alltäglichem, Gesellschaftlichem und Politischem geht, widmet sich in seinem vierten Durchgang einem Thema autobiographischen Schreibens. Mitmachen können alle, die sich selbst als lesbisch, schwul, bisexuell, transgender oder intersexuell verstehen und die bereit sind über ihr eigenes Coming- out zu schreiben. Der Wettbewerb wendet sich dabei ausdrücklich an Menschen der verschiedenen Generationen mit ihren jeweils ganz eigenen Wegen zum Coming-out.

Was war daran besonders? Was hat es schwer oder leicht gemacht? Was gab es für Schritte, Stufen, Entwicklungen dabei? Wie waren die Reaktionen aus dem Umfeld? Was hat sich durch all das verändert?

Die Preisgelder betragen 300 für den ersten, 200 für den zweiten und 100 Euro für den dritten Platz. Zur Jury gehören neben Stefan Hölscher, dem Initiator des Wettbewerbs, auch der Verleger, Lektor und Autor Alfred Büngen, der Autor Jens Korthals sowie der Journalist Fabian Schäfer.

Die Teilnahmebedingungen und alle weiteren Informationen zum Wettbewerb stehen auf der Homepage: www.lyrik-kontra-bass.de/forum

Titelfoto: pexels


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