„Caravan“ in London: Zurück in die 30er

Polizeifotografien helfen bei der Wiederherstellung der Szene-Bar

Es ist eine einzigartige Kooperation des National Trust, der sich um Denkmalpflege kümmert, und des britischen Nationalarchivs: Sie werden die bei der queeren Community beliebte Bar „The Caravan“ wiederherstellen.

Die Bar, „Londons Boheme-Rendezvous“, wurde 1934 von der Polizei durchsucht und daraufhin geschlossen. Jetzt soll sie im bekannten Freud-Café in der Shaftesbury Avenue wieder auferstehen. Damit befindet sich „The Caravan“ fast an seinem ursprünglichen Platz im Londoner West End. (Warum Brighton Londons schönster und schwulster Vorort ist – MÄNNER-Archiv.)

Einblick in die frühe queere Clubkultur

Das Projekt ist Teil des größeren Programms „Queer City“, das die 50-jährige Entkriminalisierung von homosexuellen Handlungen feiert. 1967 wurde der Sexual Offences Act verabschiedet, nach dem Homosexualität im Vereinigten Königreich nicht mehr strafbar war. Zuletzt hat England knapp 50.000 Schwule begnadigt (MÄNNER-Archiv).

Um die Inneneinrichtung wiederherzustellen, wird auf Polizeifotografien, Gerichtsprotokolle und Berichte von Zeugen zurückgegriffen. Die Dokumente aus dem Nationalarchiv bieten einen eindrucksvollen Einblick in die queere Clubkultur des frühen 20. Jahrhunderts.

„Eine zeitgemäße Erinnerung“

„Während das Projekt eine Gelegenheit sein wird, die partielle Entkriminalisierung der gleichgeschlechtlichen Liebe zu feiern, wird es auch jene Leben betrachten, die durch die Vorurteile dieser Zeit gefesselt und zerstört wurden. Es bietet eine zeigemäße Erinnerung an die Bedeutung der Subkultur zu unserem nationalen Erbe“, erklärte Joseph Watson, der Londoner Kreativdirektor des National Trust.

„Queer City“ findet vom 2. Bis 26. März statt. Neben der Wiederherstellung des „Caravan“ werden auch Führungen angeboten. Mehr Informationen gibt es auf der Homepage des National Trust.

Alle Fotos: Crown copyright, courtesy of The National Archives Ref: DPP 2/224


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