blued

China investiert in schwule Dating-App

„Blued“ hat fast 30 Millionen Nutzer

„Blued“ ist hierzulande relativ unbekannt. Doch in China erfreut sich die Dating-App großer Beliebtheit: 27 Millionen schwule und bisexuelle Männer haben ein Profil bei der chinesischen Version von Grindr. Sieben Millionen nutzen sie täglich.

Dass sich damit auch Geschäfte machen lassen, hat die „Beijing News“ nun erneut erkannt: Die staatliche Zeitung investiert 30 Millionen Renminbi (4,12 Millionen Euro) in die blaue Dating-App für Schwule.

Das schwule Business ist noch „jungfräulich“ in China

Das ist bereits das zweite Mal, dass das Staatsunternehmen diese Summe in „Blued“ investiert. Bereits 2014 hat sich die Zeitung an der App beteiligt. (Auch Grindr gehört mehrheitlich einer chinesischen Firma – MÄNNER-Archiv.)

„Das schwule Business ist ein jungfräulicher Markt in China. Wir hoffen, der Führer auf diesem lukrativen Markt zu werden“, sagte Geng Le, der Gründer von „Blued“, bereits im vergangenen Juni. „Die beträchtliche Einkaufsbereitschaft von Schwulen und die Finanzierung, die wir jetzt bekommen haben, beweisen, wie stark das sogenannte Pink Business ist.“

Außerdem wird die Investition als ein Schritt zu mehr Akzeptanz schwuler Lebensweisen gesehen. Dating-Apps entziehen sich dem Einfluss der chinesischen Zensurbehörden, die erst im vergangenen Jahr „abnormale sexuelle Beziehungen“ im Fernsehen verboten haben. Die schwule Serie „Süchtig“ wurde daraufhin abgesetzt (MÄNNER-Archiv).

Titelfoto: Shutterstock/Jade ThaiCatwalk


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