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Studie: Erst Sex, dann Date

Laut einer Studie wollen immer mehr junge Heten erst Sex haben, und dann vielleicht ein Date. Und Schwule finden Schwanzbilder eher unerotisch

Sex erst ab dem dritten Date? Diese alte Faustregel (vor allem im heterosexuellen Milieu angewendet, aber nicht nur dort) gehört wohl immer mehr der Vergangenheit an – jedenfalls wenn man sich die Ergebnisse der Studie „Singles in America” anguckt. Demnach sagen 34 Prozent der befragten Millennials, dass sie erst Sex haben wollen und dann vielleicht Dinner oder Drinks. Damit liegen die Millennials (also grob gesehen die in den 80er- und 90er-Jahren Geborenen) im Vergleicht mit anderen Altersgruppen um 48 Prozent vorn. Und leben damit etwas nach, was Schwule bereits seit Jahrzehnten praktizieren.

Im Auftrag einer großen US-amerikanischen Dating-Website befragten zwei Wissenschaftler_innen vom Kinsey Institute der University of Indiana 5.5000 Singles. Themen: Sex, Dates und Liebe. Heraus kam die Studie „Singles in America”, deren Ergebnisse auf einer eigenen Website hübsch aufbereitet sind (www.singlesinamerica.com). Achtung, nach sexueller Orientierung wurde hier nicht gefragt. Es ist also davon auszugehen, dass die Ergebnisse in hohem Maße eine heterosexuelle Lebenswirklichkeit wiedergeben. Wobei die homosexuelle oder queere wahrscheinlich mit einfließt.

Sex? Ja! Und dann gern mehrere Dates

Der Trend ist aber nicht eindeutig „Sex statt Liebe”, eher gilt Sex auch als Seismograph, ob die Chemie zwischen Partnern stimmt. Für 28 Prozent der Millennials ist Sex entscheidend, ob sie ihren Partner auch lieben. 68 Prozent der Männer wollen dieses Jahr ihre Liebe finden, nur 12 Prozent wollen einfach rumdaten („no strings attached” und so). Das schlägt sich auch beim Daten nieder:  Bei Millennials ist es 30 Prozent wahrscheinlicher, dass einem ersten Date auch ein zweites folgt. Also: Wenn schon die Mühe machen und eine Person treffen, dann auch wirklich mit ihr auseinandersetzen, gern mit Fortsetzung.

Millennials wollen zu 30% mehr eine Beziehung als andere Altersgruppen – wobei das auch auf fehlende Lebenserfahrung zurückzuführen sein könnte. Ähnlich verhält es sich mit dem gesellschaftlichen Druck zum Heiraten, den sie verspüren. Der ist angeblich zu 177 Prozent höher als in anderen Altersgruppen. It’s the age, stupid.

Dick Pix? Unerotisch!

Nach einem Text der Tageszeitung USA Today enthält die Studie noch weitere Ergebnisse, die nicht auf der Website verzeichnet sind. Laut Website haben 47 Prozent der männlichen Millennials Schwanzbilder verschickt, 53 Prozent der Frauen welche empfangen – aber glücklich waren sie darüber nicht. Angeblich fanden 90 Prozent der Frauen die Dick Pix unerotisch. Gleicher Meinung waren die schwulen Befragten: Zwei Drittel von ihnen fanden Schwanzbilder auch nicht erregend.

Foto: Cappuccino at King’s Road Café in Los Angeles by Ottmarliebert.com (wikimedia/CC2.0)


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