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Ab heute wird in Finnland geheiratet

Das Gesetz zur Eheöffnung tritt am Mittwoch in Kraft

Ab dem ersten März 2017 können gleichgeschlechtliche Paare in Finnland heiraten. Damit verbunden ist das Recht auf gemeinsame Adoption für gleichgeschlechtliche Paare, da das Eherecht diese Regelung auch für heterosexuelle Eheleute vorsieht. Außerdem wird die Verpflichtung für Trandssexuelle abgeschafft, sich vor einer Geschlechtsangleichung scheiden lassen zu müssen. Sie können jetzt einfach verheiratet bleiben. Damit rückt Finnland auf dem ILGA-Index der LGBTI freundlichsten Länder Europas auf Platz sechs vor. Auf Platz eins liegt Malta.

Schon am 12. Dezember 2014 war das Gesetz zur Eheöffnung, mit dem heutigen Stichtag, vom Parlament verabschiedet worden. Es wurde am 20. Februar 2015 vom finnischen Präsidenten unterschrieben. Schon seit 2002 hatte es für finnische gleichgeschlechtliche Paare die Möglichkeit gegeben, eine eingetragene Partnerschaft registrieren zu lassen, die ihnen viele der Rechte einräumte, die auch Ehegatten haben. Ausgenommen war die Adoption.

Der finnische Präsident, Sauli Niinistö, begrüßte die Öffnung der Ehe

Der finnische Präsident, Sauli Niinistö, begrüßte die Öffnung der Ehe und freute sich mit den vielen Paaren die in Helsinki und anderswo schon am frühen Morgen vor den Standesämtern warteten.

Finnland war im Februar das erste Land, das eigene länderspezifische Emojis erstellt hat. (MÄNNER-Archiv) Ganze 56 kleine Bildchen sollen „schwer zu beschreibende finnische Emotionen, Wörter und Bräuche“ ausdrücken, schreibt die offizielle Homepage des Landes. Mit dabei ist neben Wollsocken, Sauna und Nordlicht auch Tom of Finland. Der Künstler, der eigentlich Touko Laaksonen heißt, wurde weltbekannt durch seine homoerotischen Illustrationen. Er zeichnete vor allem sehr muskulöse Männer, da ihm feminine Schwule weniger zusagten.

 Foto: Shutterstock/elina

 


5 Kommentare

  1. Hartmut Fuchs

    Armes Deutschland. Aber davon abgesehen, die CSDs sollten mehr als Demonstration genutzt werden, und nicht als „Karnevalsveranstaltung” dann werden wir vielleicht ernster genommen.


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