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Manchester United gegen Homophobie

Ein Fan findet die neue Partnerschaft zwischen ManU und Stonewall scheiße. Doch auch die Bolton Wanderers weisen ihn zurück

Manchester United ist der erste britische Fußballclub, der eine Partnerschaft mit einer Homo-Vereinigung abgeschlossen hat: mit der gemeinnützigen Organisation Stonewall. Die meisten Fans von Manchester reagierten positiv darauf. Stonewall ist eine der größten LGBT-Organisationen Europas und wurde 1989 u.a. vom Schauspieler Ian McKellen gegründet. Das Motto von Stonewall ist „Acceptance without Exception“ – „Akzeptanz ohne Ausnahme“.

Auch Manchester lobt den neuen Partner in höchsten Tönen. Die Zusammenarbeit sei eine „bahnbrechende Initiative“. Gemeinsam werde man LGBT Angelegenheiten in Sport und Gesellschaft in Angriff nehmen und dabei Vorbildern folgen und Strategien für Inklusion und Gleichheit erarbeiten, heißt es auf der Website des Fußballclubs.

Erste Kontakte gab es im vergangenen Jahr, als ManU an einer Pride-Konferenz teilnahm. Dann trat der Club der Kampagne „Rainbow Laces“ („Regenbogen-Schnürsenkel“) von Stonewall bei, die sich für mehr Offenheit im Sport einsetzt. Hier waren (und sind) auch andere Fußballclubs beteiligt. Manchester steht nicht allein da mit seinem Engagement für Gleichberechtigung.

Fan ist wütend, Bolton Wanderers reagieren

Das zeigt sich auch auf Twitter, etwa in den Reaktionen auf homophobe Meinungen, die es vereinzelt dann doch gab. Ein Fan von Manchester United war alles andere als glücklich mit der neuen Zusammenarbeit seines Fans und kündigte an, in Zukunft den Konkurrenzverein Bolton Wanderers zu unterstützen. Bolton ist neben United und City der dritte große Fußballclub aus Manchester und Umgebung.

„I’d rather support Bolton Wanderers than a club that endorses immorality without considering the fans“, tweetete der User mit dem Namen Fortunefilmzng. „Ich unterstütze eher die Bolton Wanderers als einen Club der Unmoral unterstützt ohne an seine Fans zu denken.“

Und die Bolton Wanderers antworteten trocken, ebenfalls via Twitter: „We’d rather you didn’t #TeamStonewall“ – quasi: „Bitte nicht.“

Chapeau.

Foto: Little Savage / wikimedia (CC4.0)


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