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Porno für den guten Zweck

Das Netz feiert Adult-Star Markie More. Er vögelt künftig zugunsten LGBTI-Jugendlicher

Es war die Sensation auf dem Phoenix Forum in Arizona. Nur zwanzig Tage, nachdem er auf Twitter seinen Rückzug aus der Pornobranche verkündet hatte, trat Markie More auf der Adult-Messe auf die Bühne, um Folgendes zu verkünden: “Ich habe es immer als meine Aufgabe gesehen, Leuten zu helfen, die sich nicht unbedingt selbst helfen können. In den letzten Jahren ist dieses Bedürfnis gewachsen und stärker geworden. Ich hatte das Gefühl, ich tue nicht genug, und ich dachte, ich muss die Branche wechseln, um das ändern zu können. Erst als ich in den letzten Wochen ein bisschen Zeit für mich selbst hatte und nachdenken konnte, merkte ich, dass ich gar nicht wechseln muss. Diese Industrie hat mein Leben in so vielen Bereichen zum Guten verändert. Sie hat mich gelehrt, mit mir selbst und meiner Sexualität zufrieden zu sein. Sie hat mir in einer Weise geholfen zu wachsen, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Mir ist klar geworden, dass ich meinem Bedürfnis zu helfen auch gerecht werden kann, wenn ich weiter Pornos drehe. Es ist egal, wer man ist, man kann immer eine Veränderung bewirken. So habe ich mich entschlossen, mich doch nicht zurückzuziehen, sondern von jetzt ab 150 Dollar für jede Szene, die ich drehe, ans Gay Straight Alliance Network zu spenden. Darüber hinaus hat mein Studio Next Door angeboten, für jede Szene, die ich mit ihnen mache, noch mal 100 Dollar für den guten Zweck draufzulegen. Das ist nur der Anfang. Ich weiß, es kommen noch tolle Dinge. Seid gut zueinander, danke an Euch alle.”

2ftnrdwcMarkies Twitter-Account läuft seit der Verkündung heiß
Sein Twitter-Account, der nach der Rückzugsmeldung Anfang März weitgehend gelöscht worden war, läuft seit der Verkündung wieder heiß. Markie kann sich vor Glückwünschen und Lobpreisungen kaum retten. Das Gay Straight Alliance Network hilft LGBTI-Jugendlichen und ihren heterosexuellen Freunden dabei, aktivistische Gruppen oder Projekte für Toleranz und gegen Homophobie auf die Beine zu stellen. Das Motto lautet: „Trans and queer Youth united for racial and gender justice!” Das Bündnis bietet die Infrastruktur zur Selbstorganisation junger Leute und gilt als sicherer Raum, in dem sie sich entfalten können. Ein ähnlicher Raum also, wie es für Markie More das Adult Business war. Interessante Kombi!

Titelbild: Next Door Studios
Artikelbild: Twitter


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