shutterstock_561162517

Pride als Protest

Trump-Gegner führen New Yorker Pride-Umzug an - als Signal für eine hochpolitische CSD-Saison!

Nachdem bereits für den L.A. Pride angekündigt wurde, dass die Parade in diesem Jahr im Zeichen des „Widerstands” stehen werde, zieht nun New York nach. Statt bunter Wagen von Sponsoren oder Partyveranstaltern sollen beim Stonewall-Gedenktag am 25. Juni Organisationen die Parade anführen, die sich um den Protest gegen die Beschneidung von LGBT-Rechten in der jüngsten Vergangenheit verdient gemacht haben. Mit anderen Worten: Die Trump-Gegner bilden die Spitze des Zuges. Nur die Bikerinnen des „Siren’s Women’s Motorcycle Club”, die seit über drei Jahrzehnten die Parade eröffnen, fahren vor ihnen.

Die Community will Trump die rote Karte zeigen
Schon seit der Präsidentschaftswahl im November und spätestens seit dem Amtsantritt von Donald Trump im Januar war die schwule Community in der „Not my President„-Bewegung aktiv. Schließlich droht Trump, diverse Errungenschaften der Obama-Regierung (darunter gleichgeschlechtliche Ehe, Finanzierung von HIV-Projekten und Transgender-Gesetze) zu widerrufen. Namentlich waren es die Aktivistenbündnisse Rise & Resist, ACT Up, Gays Against Guns und United Thru Action, die dem neuen Präsident lautstark die rote Karte zeigten. Genau diese Gruppen sollen dem New Yorker Pride-Umzug in diesem Jahr voranschreiten.

Gebündelte Kräfte der Protestbewegten
„Den ‘Resistance’-Hashtag kann nicht eine Gruppe für sich allein beanspruchen”, vermeldete das Heritage-of-Pride-Bündnis, das den New Yorker CSD organisiert.  „Deswegen halten wir es für richtig, die Wortführer dieser Bewegung zusammenzubringen, mit dem Ziel eine deutliche Botschaft des Widerstands gegen die aktuelle politische Führung zu formulieren. (…) Indem wir dem Antrag dieser Gruppen stattgeben ein starkes Element von nicht-zelebralem Protest im vorderen Teil der Parade zu etablieren, platzieren wir sie als vereintes Kollektiv an der Spitze des Umzugs von 2017.”

17553804_10106108731005899_2356489821972099901_nDie Protestler sind bereit für einen großen Auftritt
Ken Kidd (Foto), Projektleiter am NYU College of Arts and Science und gleichermaßen bei ACT Up und Gays Against Guns aktiv, sieht der Aufgabe mit Spannung entgegen. Er freut sich schon jetzt, dass die politische Gegenwart zu einer Repolitisierung der Community führt. Und er ist optimistisch, dass das neue Feuer der Aktivistenszene auf die Paradenbesucher übergreifen wird: „Ich bin extrem stolz auf all die Leute, die sich für diese Entwicklung eingesetzt haben. Ich denke, ihr Einsatz steht symbolisch für alle, die am 25. Juni auf die Straße gehen, um stolz ihr Gesicht zu zeigen.”

Titelbild: Shutterstock
Artikelbild: Marcelo Maia/Facebook


0 Kommentare



Likes & Shares

Durch die fortgesetzte Nutzung der Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. mehr Info

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close