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Clinton begeistert mit LGBT-Rede

Sie kann es immer noch. Hillary ermutigt die Community

Mit einer furiosen Rede beim Fundraising-Dinner für das LGBT Center New York hat sich Hillary Clinton einmal mehr als leidenschaftliche Fürsprecherin der LGBTI-Community gezeigt. Die 69-Jährige besuchte die Veranstaltung, um den „Trailblazer Award” für ihre Verdienste um homopolitische Angelegenheiten entgegenzunehmen. Vor 900 Gästen im Galasaal des Cipriani Wall Street verlieh die ehemalige Präsidentschaftskandidatin nicht nur ihrer Sorge über Rückschritte im eigenen Land Ausdruck, sondern rief Donald Trump auch auf, Verantwortung für die Rechte von LGBTI weltweit zu übernehmen. Zudem gab es einen ironischen Seitenhieb auf ihre Niederlage in der Präsidentschaftswahl.

Rücknahme von Transgender-Schutz brach ihr das Herz
„Wir werden niemals darauf zählen können, dass diese Regierung eine führende Rolle in LGBT-Angelegenheiten spielen wird”, so Clinton in ihrer Dankesrede mit Blick auf das Trump-Kabinett. „Als ich hörte, dass die Regierung die schützenden Gesetze für Transgender-Schüler zurückgenommen hat, hat es mir das Herz gebrochen. Als ich von den geplanten Beschneidungen der Gelder für die HIV- und AIDS-Forschung erfuhr, musste ich an all unsere Bemühungen für eine AIDS-freie Zukunft denken. (…) Vieles, das uns für eine Weile selbstverständlich schien, scheint doch nicht so sicher zu sein.”

„Auch unbedeutende Entscheidungen haben für Einzelne große Bedeutung!”
Weiterhin kritisierte Clinton Trumps Berufung von „ausgesprochenen Gegnern von LGBT-Rechten” in sein Kabinett. Namentlich ging sie auf den homophoben Mark Green ein, der jüngst als Heeresminister nominiert wurde und damit Eric Fanning ersetzt – den ersten offen schwulen Offizier, der diesen Posten innehatte. „Einige dieser Entscheidungen mögen erst mal unbedeutend erscheinen”, so Clinton. „Aber sie werden sehr bedeutsam, wenn man derjenige ist, der von ihnen betroffen ist. Andere Entscheidungen dagegen haben von vornherein historische Bedeutung, darunter die Zukunft des Supreme Court.” Clinton erinnerte auch an die amerikanische Verantwortung in der Tschetschenien-Affäre.

„Bleibt widerständig, kritisch, beharrlich und engagiert!”
Clinton beendete ihre Rede, indem sie sich mit den Zuhörern durch einen persönlichen Seitenhieb verbündete. „Ich weiß, dass die letzte Wahl viele von uns hart getroffen hat”, schmunzelte sie selbstironisch und erntete damit viele Lacher. „Aber ich kann Euch sagen: Auch wenn es reizvoll erscheint, die Decke über den Kopf zu ziehen, macht bitte weiter! Auch wenn ihr ein bisschen niedergeschlagen seid, weil ein Freund oder ein geliebter Mensch euch auffordert, ihr solltet endlich aufhören in die Kameras zu brüllen, denkt immer daran: Wir müssen widerständig, kritisch, beharrlich und engagiert bleiben, um sicher zu stellen, dass unsere Meinung und unsere Stimmen gehört werden.” Damit sprach Clinton nicht nur Schwulen in den USA, sondern in aller Welt aus dem Herzen.

Titelbild: Screenshot/CNN


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