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„Wir sollten etwas ändern!“

Für die nordirische Homo-Ehe würde "Game of Thrones"-Star Kristian Nairn in die Politik wechseln. Eine gute Idee!

In einem kämpferischen Interview mit dem „Belfast Telegraph“ hat Kristian Nairn, der in „Game of Thrones“ die Rolle des Dieners Hodor spielt, die Rückständigkeit seiner Heimat Nordirland bei LGBT-Rechten als „Schande“ bezeichnet. „Ich verstehe einfach nicht, warum wir die einzige kleine Enklave im Vereinigten Königreich sind, die die Gleichstellung der Ehe nicht hinbekommt (…) Es passiert so viel Schreckliches auf der Welt, dass das wirklich die kleinste Sorge sein sollte. Wir sollten das so schnell wie möglich ändern.“

Die Schlagzeile: Wird Kristian Nairn Politiker?

Weil Nairn in dem Interview auch klarstellt, dass er „auf jeden Fall etwas zu sagen hat“ und sich vorstellen könnte in die Politik zu gehen, um eine Bewegung anzustoßen, wird seither medienträchtig die Frage verbreitet: „Wird Kristian Nairn Politiker?“ Man kann sie mit „Vielleicht“ beantworten. Denn Nairn sagt in dem Interview auch, dass er auf keinen Fall sofort das Berufsfeld wechseln wird, sondern vielleicht „später im Leben für ein Amt kandidieren“ könnte. Gute Voraussetzungen hat er. Hier kommen sechs Gründe, warum er seine Pläne lieber früher als später wahrmachen sollte.

1: Nairn kann Massen bewegen

Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass der Serientod von Hodor in der sechsten Staffel von „Game of Thrones“ (wo er zuerst Meera und Bran rettet und dann von Wiedergängern getötet wird) bei den MTV Movie Awards im Mai um den Preis für den „Tränendrüsenmoment des Jahres“ ins Rennen geht.

2: Nairn hat Community-Bewusstsein

Schon bei seinem medialen Coming-out 2014 machte Nairn klar, dass er sich als schwuler Mann einer schwulen Community verpflichtet fühlt. „Wenn du über die Gay Community redest, redest du über MEINE Community“. Auch im aktuellen Interview prangert er an, dass die nordirische Regierungspartei DUP „meiner Community noch nie einen Gefallen getan hat“.

3: Nairn denkt über den Tellerrand hinaus

„Es geht mir einfach nur darum, Menschen gleich behandelt werden“, sagt Nairn im Belfast Telegraph. „Ist das so progressiv? Ich denke nicht, dass es progressiv ist. Es ist menschlich. Es geht mir auch nicht nur um Homosexuelle, sondern auch um Frauenrechte, Migranten, Leute mit unterschiedlichen ethnischen Hintergründen.“

4: Nairn sitzt an der Quelle

Da seine Mutter beim Rainbow Project in Belfast arbeitet, einer Hilfsorganisation für schwule und bisexuelle Männer, bekommt Nairn die Auswirkungen von Homophobie und die Schwierigkeiten von Paaren, die gerne heiraten wollen aber nicht dürfen, direkt mit.

5: Nairn hat Standpunkte

Im Telegraph-Interview fordert Nairn eine klare Trennung zwischen Kirche und Politik, weil deren Verquickung bisher nie zum Fortschritt beigetragen habe.

6: Nairn ist weltgewandt und mitreißend

Seine Rolle in „Game of Thrones“ hat ihm viel Popularität einbebracht, sein zweites und wichtigeres Standbein ist aber seine Arbeit als DJ. Für seine legendären House-Sets reist er durch die ganze Welt und reißt das Publikum mit seiner unbändigen Energie mit.

Titelbild: Jaguar PS / Shutterstock.com


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