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„Jeder hat das Recht frei zu lieben!”

Ex-US-Vizepräsident Joe Biden reagiert kompromisslos auf Schwulenverfolgung in Tschetschenien

Mit einer ungewöhnlich deutlichen Stellungnahme und einem Appell an die Trump-Regierung überraschte Joe Biden am Freitag seine schwulen Fans auf Facebook. Der ehemalige Vize von Barack Obama reagierte mit dem Post auf die Enthüllung der homophoben Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien. „Ich bin angewidert und entsetzt über die Berichte von Russischen Medien und Nichtregierungsorganisationen, dass die Machthaber in der russischen Republik Tschetschenien Individuen verfolgt, gefoltert und sogar ermordet haben sollen, von denen angenommen wird, dass sie schwul sind”, schreibt Biden in einem persönlichen Kommentar auf der Facebook-Seite des Penn Biden Centers. „Wenn wir mit solchen Verbrechen des Hasses und der Unmenschlichkeit konfrontiert sind, ist es die Verantwortung jedes gewissenhaften Menschen sich dagegen auszusprechen – um dieser Kampagne der Gewalt etwas entgegenzusetzen, bevor sie sich ausweitet.”

Biden nennt die Dinge schonungslos beim Namen
Doch der Ex-US-Vizepräsident geht in seiner Stellungnahme noch weiter. Indem er die Mechanismen autoritärer Regime wie der Ramsan-Kadyrow-Regierung in Tschetschenien beim Namen nennt, ruft er demokratische Gesellschaften dazu auf, ihre freiheitlichen Werte zu verteigen: „Dass die Menschenrechtsverletzungen im Namen der tschetschenischen Behörden und der Kultur der Straffreiheit, die sie umgibt, verübt wurden, macht es leider unwahrscheinlich, das diese Hassverbrechen angemessen aufgeklärt werden oder ihre Ausführer zur Rechenschaft gezogen werden. Aber das bedeutet nicht, dass wir aufhören sollten, grundlegende Menschenrechte, fundamentale Freiheiten und universelle Werte zu verteidigen.” Biden beendet das Schreiben mit einer Aufforderung an die Trump-Regierung: „Ich hoffe, die amtierenden Behörden werden ihrem Versprechen gerecht, Menschenrechte für alle zu gewährleisten, indem sie sich in dieser Angelegenheit an die russischen Machthaber wenden. Die Vereinigten Staaten müssen vorangehen, wenn es darum geht, ein Ende dieser ungeheuerlichen Verletzungen von Menschenrechten zu fordern.”

pomoBiden ist unser „liebster LGBT-Verbündeter”
Außerdem schreibt Biden in dem Post: „Jeder Mann und jede Frau auf dieser Erde hat das Recht mit Würde behandelt zu werden – ohne Angst zu leben und frei zu lieben.” Der 74-Jährige bestätigt damit einen solidarischen Kurs, der ihm in den USA den Ruf von „Jedermanns liebstem LGBT-Verbündetem” (O-Ton des schwulen Magazins Advocate) eingebracht hatte. Während seiner Amtszeit als Vizepräsident hinter Präsident Obama setzte Biden sich für die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare, für Antidiskriminierungsgesetze und für die Stärkung von Transgender-Rechten ein. Zudem begeisterte er im August letzten Jahres, indem er bei Twitter ein Foto postete, das ihn dabei zeigte, wie er zwei schwule Mitarbeiter traute. Sein Kommentar dazu: „Ich bin stolz, in meinem Haus Brian und Joe zu verheiraten. Ich könnte nicht glücklicher sein, zwei langjährige Mitarbeiter im Weißen Haus, zwei tolle Typen.”

Titelbild: Drop of Light / Shutterstock.com
Artikelbild: Twitter


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