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Läuft! Irlands Homo-Ehe

Jede 20. Hochzeit auf der grünen Insel ist gleichgeschlechtlich

17 Monate, nachdem Irland im November 2015 die Same-Sex-Marriage legalisiert hat, ziehen Behörden und Aktivisten eine positive Bilanz. Jüngst veröffentlichte das irische Statistikamt die Zahlen zu Eheschließungen im Jahr 2016. Danach wurden von 22.626 Ehen insgesamt 1.056 zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern besiegelt – davon 606 zwischen Männern und 450 zwischen Frauen. Das ergibt eine Homo-Rate von 4,7 Prozent. Jerry Buttimer von der Organisation Fine Gael LGBT, die sich für volle Gleichberechtigung von Schwulen, Lesben und Trans* einsetzt, zeigte sich erfreut über diese Zahlen: „Ich bin begeistert, dass so viele Paare von ihrem Recht Gebrauch machen, zu heiraten“, äußerte Buttimer gegenüber dem Irish Examiner. „Gleichgeschlechtliche Ehen machen fast 5 Prozent aller Eheschließungen im Jahr 2016 aus. (…) Es tut gut, zu sehen, dass die Zahlen steigen und ich hoffe, dass sie ein Ansporn sind, dass 2017 noch mehr Paare diese Möglichkeit nutzen.“

So ticken irische Heiratskandidaten
Die meisten irischen Homo-Ehepaare leben in Großstädten. Mit 481 Trauungen in Dublin entfällt fast die Hälfte der gleichgeschlechtlichen Eheschließungen auf die Hauptstadt. Auf Platz Zwei und Drei liegen Cork City und Co Wicklow. Das Durchschnittsalter der Eheleute liegt bei 40,7 Jahren. Hochzeits-Kitsch ist das Ding der Paare nicht. 80,5 Prozent aller Hochzeiten gingen als schlichte standesamtliche Zeremonien über die Bühne. Das liegt auch daran, dass nur knapp über die Hälfte der Paare sich erstmalig das Ja-Wort gaben. 44 Prozent hatten zuvor bereits eine Eingetragene Lebenspartnerschaft gehabt, deren Registrierung in Irland ab 2010 möglich gewesen war. Zur Beziehungsstatistik der einzelnen Gatt(inn)en: 1.195 waren vor der Beziehung zum heutigen Ehepartner Singles, 840 hatten Lebenspartnerschaften, 64 waren geschieden, vier verwitwet.

Gute Annahme der Ehe als Gradmesser für Akzeptanz im Land?
Dass die Ehe in Irland läuft, heißt aber nicht, dass Schwule und Lesben auf der grünen Insel keinerlei Gegenwind erfahren. So wird allein die Tatsache, dass die meisten Homo-Ehen in Großstädten geschlossen wurden, als Zeichen gewertet, dass offen schwules und lesbisches Leben in ländlichen Regionen noch immer zu Problemen führen kann. Auch im Arbeitsleben und innerhalb der Szene gibt es noch einiges zu tun. Jerry Buttimer: „Wir müssen weiter daran arbeiten, Diskriminierung am Arbeitsplatz zu unterbinden und ein Bekenntnis zur Diversität unserer Communities zu fördern.“


6 Kommentare

  1. Kevin Montany-Jung

    >momentan wollen offenbar homophobe denkweisen retten was zu retten geht=?!?! = indem man rechtliche gleichstellung (homo-ehe) nur deshalb stur ablehnt, um homosexualität über eingetragene partnerschaft wie eine phase behandeln zu können=?!= damit politik auch in zukunft besser dafür sorgen kann, dass homosexueller die homosexualität nicht wirklich ausleben kann (ggf. besser erpressbar wird i.c.) =?!? = dadurch weiterhin seelisches leid in nächste generation getragen wird=?!?!=oder=?!?!<


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