Blood donor hand

England: Blutspenden werden erleichtert

Die britische Regierung will die Diskriminierung von Schwulen und Bisexuellen beenden

Großbritannien will die Regeln für Blutspenden von schwulen und bisexuellen Männern schnell ändern. Im Moment gilt: Wer als schwuler oder bisexueller Mann Blut spenden und dabei seine sexuelle Orientierung nicht verschweigen will, muss 12 Monate keinen Sex mit einem anderen Mann gehabt haben, bevor er das darf. Die angedachte, neue Regelung möchte diese Periode auf drei Monate begrenzen.

Das Advisory Committee on the Safety of Blood, Tissues and Organs (SaBTO, Beratungskommittee für die Sicherheit von Blut, Gewebe und Organen) will eine Empfehlung dafür aussprechen, wenn es das Gesundheitsministerium im Juli diesen Jahres dazu noch einmal berät. Die Empfehlungen des Komitees werden mit großer Wahrscheinlichkeit auch dann umgesetzt, wenn Theresa May zu diesem Zeitpunkt nicht mehr Regierungschefin und Großbritannien von einer neuen Regierung regiert werden wird.

Es ist frustrierend für schwule Männer die monogam leben, verheiratet sind und Kinder haben, kein Blut spenden zu dürfen

Dr. Moira Carter, vom Schottischen National Transfusion Service sagte gegenüber Medien: „Die Wartezeit wird um einiges verkürzt werden, sogar deutlich mehr, als ich dachte. Es ist frustrierend für schwule Männer die monogam leben, verheiratet sind und Kinder haben, kein Blut spenden zu dürfen.” Was noch frustrierender ist: Auch die neue Regelung richtet sich nicht, wie Aktivisten es seit langer Zeit fordern, nach dem Risikoverhalten, sondern wieder nach der sexuellen Orientierung eines potentiellen Spenders.

Erst im April war das Blutspendeverbot für MSM auf Fidsche bestätigt worden (MÄNNER-Archiv): Ein Sprecher des Gesundheitsministerium bestätigte das Vorgehen und sagte, man richte sich nach den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation, die Männer die Sex mit Männern haben nach wie vor als Hochrisikogruppe ansehe. Vertreter der „Fiji Human Rights and Anti-Discrimination Commission” sagten hingegen, Männer die in einer monogamen Partnerschaft lebten und Safer Sex praktizierten, seien keine Hochrisiko-Spender.

Foto: Fotolia


4 Kommentare

  1. Wolfgang Fast

    Ganz ehrlich: es wäre eine Katastrophe, wenn Blutspenden nicht auf Krankheiten getestet werden!

    Wenn getestet wird, wäre es dann wohl egal, ob jemand Hetero, Bi oder Schwul ist!


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