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Schwul in der Armee

Israelischer Top-Offizier outet sich und erntet damit nicht nur Beifall

In einem Interview mit der Israel Bar Association hat Sharon Afek, der Generalanwalt der Israelischen Armee (IDF), erstmals öffentlich über sein Schwulsein gesprochen, um damit ein positives Signal an homosexuelle Jugendliche in Israel zu senden, die vor dem Einzug zum Militär stehen. „Es ist mir wichtig, die jungen Leute wissen zu lassen, dass es bei der IDF keine gläserne Decke gibt, die sie am Vorankommen hindert. Ihr Erfolg hängt von ihnen selbst ab. Nur von ihnen. Es ist möglich bis zur Spitze der Pyramide vorzudringen.” Dafür sei Afek selbst das beste Beispiel.

„Die Zeiten haben sich geändert!”
Gleichzeitig sprach der 47-Jährige in dem Interview über die Sorgen, die ihn selbst in der Vergangenheit umtrieben. „Als ich ein junger Offizier war, waren das andere Zeiten. Ich war in Sorge, dass meine sexuelle Orientierung gegen mich verwendet werden und meine Karriere dadurch begrenzt sein könnte. Glücklicherweise hat die Angelegenheit keine großen Wellen geschlagen.” Er stellte auch fest, dass er sich selbst nie wegen seiner sexuellen Orientierung diskriminiert gefühlt habe. Seine Erfahrungen mit Kameraden und Vorgesetzten seien ausschließlich positiv gewesen.

Es ist das erste öffentliche Coming-out eines israelischen Top-Militärs
Es ist das erste Mal, dass ein israelischer Top-Militär in der Öffentlichkeit so explizit über sein Schwulsein spricht. Afek wolle mit seiner Offenheit den Meldungen über „Ignoranz und Hass” entgegentreten, die in den letzten Wochen durch die israelischen Medien gingen. Damit spielte er auf Berichte über homophobe und frauenfeindliche Schikanen innerhalb der Armee an. In Israel herrscht allgemeine Wehrpflicht und das Ansehen des Militärs ist allgemein hoch. Trotzdem wurde nach dem Interview auch Kritik laut, Afek würde seine persönliche Geschichte dazu nutzen, Werbung fürs Militär zu machen. Seit 1993 ist Homosexualität in der IDF offiziell kein Ausschlussgrund mehr.

Titelbild: Wikimedia / Noah Hadad / CC BY-SA 4.0


7 Kommentare

  1. Justin Weiher

    Und ich dachte das ist Verboten in Israel? Sind die jzz doch nicht so Homophob? Bestimmt gilt das nur für Staats Angestellte. Das Volk kann man ja einfach als Spielzeug nutzen!

  2. Maximilian Schmitz

    Kriege ich das Kotzen. Ein Staat, der selbst auf diese Art und Weise versucht Soldaten zu rekrutieren, ist bedauernswert. Aber gut, egal ob hetero oder homo – bluten tun se alle gleich im hirntoten Krieg


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