Wahlplakate Landtagswahlen NRW 2017 am 12 05 2017 in Oberhausen Wahlplakat mit dem Portrait Port

Die CDU triumphiert in NRW

Auch die FDP gewinnt stark, SPD und Grüne verlieren dramatisch, die Linke ist nicht sicher im Landtag

Die CDU und ihr Spitzenkandidat Armin Laschet haben die Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen mit einem deutlichen Stimmenzuwachs gewonnen. Die Christdemokraten lösen die SPD der bisherigen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft als stärkste Partei ab. Laut Infratest Dimap liegt die CDU mit 34,5 Prozent deutlich vor der SPD mit 30,6 Prozent. Die Sozialdemokraten verlieren mehr als acht Prozent. Eine schwere Niederlage für Hannelore Kraft, aber auch SPD Kanzlerkandidat Martin Schulz (MÄNNER-Archiv).

Die Liberalen unter Christian Lindner erreichen starke Zuwächse und kommen als zukünftig drittstärkste Kraft im Landtag auf 12,2 Prozent. Die BündnisGrünen verlieren massiv und halbieren ihren Wähleranteil mit nun nur noch sechs Prozent fasst. Die AfD wird mit 7,7 Prozent das erste Mal im Landtag von Nordrhein Westfalen vertreten sein. Die Linke liegt aktuell bei genau fünf Prozent, muss sich als noch Sorgen darüber machen, ob sie an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert.

Für LGBTI sind das keine gute Nachrichten. Die CDU stand in den Wahlprüfsteinen des LSVD nicht gut da 

Daran wird sich wahrscheinlich auch entscheiden, welche Koalition es gibt. Ohne die Linken, würde es rein rechnerisch auch für eine Regierungskoalition aus CDU und FDP reichen. Weil Ampel- und Jamaika-Koalitionen von mindestens einem der potentiellen Partner vor der Wahl ausgeschlossen wurden, wird es mit der Linken im Landtag wohl zu einer großen Koalition kommen.

Die Wahlbeteiligung lag mit 65,5 Prozent deutlich über der Landtagswahl von 2012. damals hatten nur 59,6 prozent der Wahlberechtigten abgestimmt.

Für LGBTI sind das keine gute Nachrichten. Die CDU stand in den Wahlprüfsteinen des LSVD nicht gut da und im Magazin „fresh” hatte sich Armin Laschet gegen die Ehe-Öffnung für gleichgeschlechtliche Paare ausgesprochen.

Foto: Imago/Revierfoto


31 Kommentare

  1. Marcelo Jürgens

    Frau Kraft und ihr Team hatten genug Zeit etwas zu bewirken. Vorwärts gegangen ist nichts. Insofern ist das Wählervotum und der Wunsch nach Veränderung doch absolut verständlich. Über die Frage der Eheöffnung hat Laschet ja ohnehin tendenziell weniger mitzureden.
    Spannend bleiben die großen Themen der Bundestagswahl, insbesondere die Aussagen der SPD in der neuen Woche.

  2. Mike Effey

    Völliger Schwachsinn ist wohl auch bei Schwulen stark ausgeprägt.laut Ihren Ausführungen hatte Frau Kraft genügend Zeit, etwas zu ändern, aber Herr Laschet hat da tendenziell weniger mitzureden. Wie dümmlich muss man eigentlich sein, um sich selber zu widersprechen? Schwule, die CDU unterstützen, armselig.

  3. Marcelo Jürgens

    Oh, wir sind auf AfD-Niveau angekommen. Wer nicht für Kraft und ihre Gurkentruppe ist, ist kein guter Schwuler? Weil die Konservativlinge sich noch gegen die Eheöffnung sperren, verschließt man die Augen vor all den wichtigen anderen Fragen? Im Bundesrat hat NRW natürlich seine Stimmen, hierzu allerdings ist auch eine Einigung mit dem Koalitionspartner notwendig. Und von den möglichen Partnern verweigert sich keiner mehr.

  4. Patrick Bußmann

    Wo die letzte CDU Regierung NRW ja so großartig voran gebracht hat. Und Hannelore nicht noch erst nachputzen musste.
    Schade das man auf so ‘Billige’CDU Werbesprüche reinfällt. Immerhin war das ‘sicher sein’ auf den Wahlplakaten auf die ‘Grenzöffnung’ gemünzt. Offiziell natürlich auf die wenige Polizei. Die, die Rüttgers ausbluten lies. Ja ja, wie schnell man vergisst

  5. Reinhold Mann

    Danke. Die Theorie ist mir klar. Aber hat das in der Realität was gebracht? Hat sie die Kialition getrieben? Warum entscheidet die SPD das nicht im BT einfach? Warum hat sie es nicht mit den Grünen in den vielen Regierungsjahren entschieden?

  6. Bernd Haferung

    Marcelo Jürgens ach ja stimmt ja die cdu hat ja soviel geschaffft hat ja ein paar millionen gold ins land gelassen zum teil unregistriert und einen großteil in nrw abgeladen und damit die probleme in nrw noch verschärft „”””aber die cdu wird es jetzt ja richten „””””” ironie aus

  7. Bernd Haferung

    na hoffentlich kommen noch ein paar millionen neubereicherer können sie die gleich nach nrw schicken wie das merkel bei der kraft auch gemacht hat dummschwätzer was hat denn die cdu das letzte mal gerissen wo sie in nrw am ruder war nix

  8. Daniel Winger

    Dieses eine Thema kann doch nicht der einzige Grund einer Wahlentscheidung sein. Hauptsache nachher sitzen lauter Homo-“Eheleute“ im Stau, sind arbeitslos und können sich nur außerhalb von No Go Areas bewegen. Aber da sie ja verheiratet sind, ist alles gut.

  9. Marcelo Jürgens

    Ich habe zu keinem Zeitpunkt geschrieben, dass ich das Abschneiden der CDU gut finde. Nur dass ich das Abschneiden von Frau Kraft für gerechtfertigt halte. Die No-Go-Areas sind außerdem nicht die Folge von Merkels einzig humaner Regung ihrer Amtszeit.


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