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Neuer LGBT-Weltreport

ILGA stellt jährlichen Report zur Lage der LGBTI-Rechte vor

Die International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association (ILGA) hat ihren jährlichen Report zur weltweiten Lage von Rechten im Bezug auf sexuelle Orientierung herausgebracht. Das Kernergebnis: Die Länder, in denen Homosexualität kriminalisiert wird, werden immer weniger (jüngst strichen die Seychellen und Belize derartige Paragraphen aus ihren Gesetzbüchern) und auch Antidiskrminierungsgesetze sind auf dem Vormarsch, dennoch werden LGBTI nur in 25 Prozent der Länder der Welt aktiv vom Gesetz geschützt.

„Informationen und der Mut sie zu nutzen machen die Welt besser”
Der Bericht über „State Sponsored Homophobia” ist die Hauptveröffentlichung der Organisation. Er wird seit 2006 jedes Jahr zum International Day Against Homophobia & Transphobia (IDAHOT) am 17. Mai herausgebracht. Der Grund: Aufklärung. „Wissen ist eine eigene Macht: Es hat die Kraft Normen herauszufordern und Praktiken offenzulegen, die LGBTQ-Menschen und ihre Gemeinschaften weiterhin unterdrücken”, so ILGA-Sprecherinnen Ruth Baldacchino und Helen Kennedy. „Die Macht der Information und der Mut sie zu nutzen sind das, was diese Welt zu einem besseren Ort für alle von uns machen wird.” Tatsächlich ist seit der Gründung des „State Sponsored Homophobia”-Reports im Jahr 2006 einiges passiert. Waren es damals 92 Länder, die Homosexualität kriminalisierten, so sind es jetzt „nur” noch 72.

„Digitale Medien ermöglichen die Unterwanderung von Menschenrechten.”
Dass diese Zahl nur ein Teilerfolg ist, verdeutlicht ILGA-Vorsitzender Renato Sabbadini anhand aktueller Ereignisse: „Durch die zunehmende Etablierung digitaler Medien wird die Unterwanderung von Menschenrechten möglich. Die anhaltende Verfolgung in Tschetschenien führt uns die aktuellsten und schrecklichsten Beispiele für Misshandlungen vor Augen (siehe MÄNNER-Archiv). Überlebende berichten darüber, dass sie Angst haben, dass Social-Media-Accounts von Männern, die man für schwul oder bisexuell hält, gehackt werden, um andere Schwule und Bisexuelle zu identifizieren und zu verhaften.”

„Unser Material liefert Denkanstöße!”
Mit den neuen Informationen aus dem ILGA-Report sollen Aktivisten Anschauungsmaterial an die Hand bekommen und Staatsleute aufgerüttelt werden. Oder wie Lucas Ramón Mendos es ausdrückt, der den Bericht gemeinsam mit Aengus Carroll verfasste: „Unser Material liefert Denkanstöße. Es zeigt, wie es Staaten ergeht, wenn sie unsere Rechte zurückweisen oder hochhalten, wenn sie unsere Community zum Sündenbock zu machen oder uns auf ideologische Schlachtfelder der nationalen und internationalen Politik führen.” Klick dich unten weiter zu den Zahlen, Karten und Daten.

 


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