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Pornostar Kayden Gray: HIV-Coming-out

In einem bewegenden Youtube-Video erzählt der Brite, wie er sich mit HIV infiziert hat

Adult-Star Kayden Gray ist normalerweise nicht für große Worte, sondern eher für sein großes Gemächt bekannt. Der Brite hat in den letzten Jahren für internationale Studios wie Lucas Entertainment, Fuckermate und Men at Play vor der Kamera gestanden und dabei sowohl als Top wie auch als Bottom überzeugt. Fans konnten ihm dabei zugucken, wie er vom Twink mit Strubbel-Frisur zum Skinny-Macker mit Gentlemen-Qualitäten herangereift ist. Jetzt treibt Gray diesen Reifeprozess weiter, indem er aus der Fiktion seiner Porno-Persona heraustritt und persönlich wird – mit einem HIV-Coming-out bei Youtube.

Wenn du die Art von Typ bist, der erst auf einem Schwanz sitzt und dann Fragen stellt, bitte weiterlesen

Kayden ist in dem einfach nur mit „+“ betitelten Video schonungslos ehrlich zu sich selbst und seinen Zuschauern. Er verbindet die Nachricht, dass er HIV-positiv ist, mit einem Appell an jeden, der (wie er selbst bis zu seiner Infektion) dachte, dass HIV nichts mit ihm zu tun hat. Dass sich damit mehr oder weniger alle Negativen Schwulen angesprochen fühlen können, verdeutlicht Gray, indem er klarstellt, dass ein einziger Fehltritt genügt, um sich HIV zu holen – dass man also nicht zwangsläufig ein ausgefülltes Sexleben als Escort und Pornostar führen muss wie er. Die Botschaft: Über die Stränge schlagen tut Jeder mal. Und dabei wird in den seltensten Fällen erst mal über Safer Sex diskutiert. Oder wie Kayden es ausdrückt: „Wenn du die Art von Typ bist, der erst auf einem Schwanz sitzt und dann erst Fragen stellt, dann hast du für diesen Trip das Speed-Boarding gewählt.“

Nach der Positiv-Diagnose nahm Kayden sich eine Sex-Auszeit, weil er sich selbst „eklig“ fand

Kayden selbst infizierte sich auf einer Party beim Gruppensex mit HIV. Er wurde krank, was er zuvor nie gewesen war. Also ging er zum Test. Nachdem er sein positives Ergebnis bekommen hatte, zog er sich für eine Weile aus dem Porno-Business zurück, entsagte Sex im Allgemeinen, weil er sich selbst „eklig“ fand. Er musste erst lernen, dass HIV heute gut behandelbar ist und dass ein normales Sexleben (auch als Escort und Porno-Darsteller) auch mit der Infektion möglich ist. Neuen Halt fand er in der Event-Organisation Impulse London, die Aufklärung auf schwulen Partys betreibt. Hier verbreitet er (ohne zu predigen) die Botschaft, die er auch in seinem Video ausspricht: „Einer von acht Typen, mit denen du fickst, hat HIV“, „Pass auf dich auf!“, „Leben mit HIV ist möglich.“ Den Rest erzählt Kayden am Besten selbst.


22 Kommentare

  1. Bertram Raue

    Juhu, da hat sich jemand eine Infektion geholt, die ihn für den Rest seines Lebens begleiten wird.
    Okay, es kommt weniger zum Ausbruch von AIDS, aber das Virus ist und bleibt in seinem Körper.
    Auch wenn kaum Viruslast nachzuweisen ist, bleibt einem aber das Wissen, das immer wieder kontrolliert werden muss, dass es nicht wieder die Oberhand gewinnt.

    Und das Virus macht oft eben auch psychisch was mit einem Betroffenen.

    In einigen Jahren möglicherweise wird er sich womöglich einer Krebserkrankung gegenüber sehen, die durch den Infektionsstatus verstärkt auftreten können.

    Immer noch ein Grund zum feiern?

    Gesellschaftlich ist ja schon einiges erreicht, was aber, wenn sich die Lage ändert, und womöglich wieder die Paranoia der Achtziger um sich greift?
    Oder schlimmeres.

    Ich bin dankbar, dass es uns in diesem Teil der Welt mit dem Virus einigermassen gut geht, und eine wirksame Behandlung für viele Betroffene verfügbar ist.

    Mir wird es aber schwindlig, wenn eine HIV-Infektion geradezu mit einem Schnupfen auf eine Stufe gestellt wird.

    Hier sollten uns die vielen Toten durch AIDS mahnen, das dieses Gespenst für den Moment zwar an Schrecken verloren hat, aber noch nicht definitiv besiegt wurde.

  2. Matthias Buchegger

    Es tut mir leid. Aber ich muss euch jetzt entfolgen. Mir schreibt ihr Rassismus zu, weil ich Vorlieben habe die nicht die ganze Welt mit einschließt. Und ihr macht einen Hype um jeden der sich traut seinen HIV Status offenzulegen. So was kann man zB machen, wenn die Ehe für Schwule endlich der für Heteros gleicht. Aber ich weigere mich etwas zu celebrieren, das eine Krankheit ist. Das verdient eine mahnende Überschrift, da schon wieder jemand erkrankt ist und mutig ist das offen zu sagen, nicht ein Jubelschrei wie mutig manche nur sind.

    Das ist mir hier zu blöd. Reine Stimmungmache und Followerfang. Sachlichkeit und gute Recherche ist das nicht.

  3. Männer Magazin

    Matthias, wir berichten viel über HIV und versuchen dabei immer wieder zu vermitteln, dass eine HIV-Infektion nicht bedeutet, dass man an irgendetwas „erkrankt“ ist. Wer rechtzeitig getestet wird und eine Kombitherapie bekommt, hat auch mit HIV inzwischen in den allermeisten Fällen eine völlig durchschnittliche Lebenserwartung und erkrankt nie an AIDS. Das ist die Sachlage. Wir loben HIV-positive Menschen wie Kayden Gray nicht für ihre Infektion, sondern für den Mut, den ein HIV-Outing auch heute noch verlangt, weil viele Menschen Positive als „krank“ oder gefährlich darstellen und so stigmatisieren. Dieses Stigma macht Positiven das Leben schwer. Und jedes HIV-Coming out hilft, es zu bekämpfen und andere Menschen vor HIV zu schützen.

  4. Urs Willy Schmidlin

    logo bleibt der virus auch nicht nachweisbar im dank medis im körper und man kann damit leben ich hab gar die ersten 9Jahre ohne medis gelebt und ich fühl mich nicht krank !

  5. Matthias Buchegger

    Nein. Das Coming Out hilft vielleicht Leute mit Aids zu akzeptieren. Nicht, dass sich niemand mehr ansteckt. Dann noch der Satz – man solle weiterlesen wenn man auch einer von denen ist, die sich zuerst auf nen Schwanz setzen und danach erst das Hirn einschalten.

    Das ist hier so abartig grausig. Klärt ordentlich auf und macht kein Weltwunder aus jemandem der mutig ist nen fucking Fehler zuzugeben. Das ist so was von pervers.

  6. Matthias Buchegger

    Nein. Das Coming Out hilft vielleicht Leute mit Aids zu akzeptieren. Nicht, dass sich niemand mehr ansteckt. Dann noch der Satz – man solle weiterlesen wenn man auch einer von denen ist, die sich zuerst auf nen Schwanz setzen und danach erst das Hirn einschalten.

    Das ist hier so abartig grausig. Klärt ordentlich auf und macht kein Weltwunder aus jemandem der mutig ist nen fucking Fehler zuzugeben. Das ist so was von pervers.

  7. Matthias Buchegger

    Nein. Das Coming Out hilft vielleicht Leute mit Aids zu akzeptieren. Nicht, dass sich niemand mehr ansteckt. Dann noch der Satz – man solle weiterlesen wenn man auch einer von denen ist, die sich zuerst auf nen Schwanz setzen und danach erst das Hirn einschalten.

    Das ist hier so abartig grausig. Klärt ordentlich auf und macht kein Weltwunder aus jemandem der mutig ist nen fucking Fehler zuzugeben. Das ist so was von pervers.

  8. Ronald Lucac

    Soll er jetzt stolz drauf sein? Was für Dummheiten bringt ihr? Selbst wenn HIV nicht mehr mit den Medis zum Ausbruch kommen kann, gibt es noch immer Menschen die mit den Nebenwirkungen massiv zu kämpfen haben, manche können noch nicht mal einer geregelten Arbeit nach gehen. Schön das er und ihr auch mit dem Thema so leichtfertig damit umgeht und der Masse damit einen Eindruck vermittelt das HIV so überhaupt kein Problem mehr darstellt. Ich finde das speziell den jüngeren Lesern unverantwortlich. HIV ist noch immer keine Krenkheit die mit Schnupfen zu vergleichen ist und die Betroffenen haben nur mit ihrer Gesundheit zu kämpfen sondern werden immer wieder auf Ablehnung und Intoleranz konfrontiert. Selbst manche Ärzte behandeln einen nur halbherzig.schöb für ihn dass er so offen damit umgeht. Ich wünsche ihm alles gute


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