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Cannes: AIDS-Drama gewinnt Jurypreis

Queer Palm und der Große Preis der Jury gehen an "120 Battements par Minute" von Robin Campillo

Robin Campillos „120 Battements par Minute“ hat Sonntag Abend beim Filmfestival in Cannes nicht nur die „Queer Palme“ der LGBTI-Jury des Festivals bekommen, sondern auch den Großen Preis der Jury erhalten, nach der Goldenen Palme den vielleicht wichtigsten Preis des Festivals. in „120 Battements par Minute“erzählt Campillo („Die Klasse“, „Eastern Boys“) als Drehbuchautor und Regisseur, mit vielen schwulen Figuren, vom Beginn der AIDS-Krise in Frankreich. Der Film konzentriert sich auf die Geschichte von ACT UP und brachte durch seinen emotionalen erzählerischen Ansatz viele Besucher der offiziellen Vorführungen in Cannes zum Weinen und Jubeln.

Bei der Premiere des Films beim Filmfestival in Cannes hat sich die Jury des LGBTI-Festivalpreises Queer Palm mit einer beeindruckenden Demonstration gegen die Verfolgung von Schwulen in Tschetschenien (MÄNNER-Archiv) positioniert. Auf dem Roten Teppich stellten sich die sechs Jurymitglieder in eine Reihe und hielten Schilder hoch, die jeweils einen Rosa Winkel zeigten und deren Aufschriften hintereinander gelesen die Botschaft: „“Silence = Death”, “Unified”, „Still!?,” “Enough,” “No More”, „Chechnya” („Schweigen = Tod”, „Vereint”, „Immer noch!?”, „Genug”, „Schluss damit”, „Tschetschenien”) ergaben.

Regisseur Robin Campillo

Regisseur Robin Campillo

Die Goldene Palme, den Hauptpreis des Festivals, verlieh die Jury unter Vorsitz von Pedro Almodovar an „The Square“ von Regisseur Ruben Östlund, der die Distopie eines Platzes entwirft, an dem gesellschaftliche Konventionen außer Kraft gesetzt sind und die Besucher machen können, was sie wollen, jede Art von Sex inklusive. Der mit Dominic West („Pride“) und Elisabeth Moss („Mad Men“) prominennt besetzte Film, war ein Kritikerliebling des Festivals.

Diane Kruger gewinnt Preis als beste Darstellerin

Und auch deutsche Filmemacher hatten Grund zum Feiern: Diane Kruger wurde für ihre Rolle in „Aus dem Nichts“ von Fatih Akin mit dem Preis als beste Darstellerin geehrt. Kruger war hocherfreut, auch, weil „Aus dem Nichts“ ihre erste Rolle in einem deutschen Film ist. Kruger ist mit Wolfgang Petersens „Troja“ bekannt geworden und hat seit dem in vielen großen, internationalen Produktionen gespielt. Sie sagte: „Ich bin unheimlich stolz und freue mich so, dass ich den Preis für meinen ersten deutschen Film bekommen habe.“ Sie ist die erste deutsche Darstellerin seit 21 Jahren, die in Cannes in einer Schauspielkategorie punkten konnte.

Fotos: Imago/Future Image, Youtube


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