French President Emmanuel Macron L greets his Russian counterpart Vladimir Putin upon his arrival

Macron mahnt Putin wegen Tschetschenien

Der neue französische Präsident versprach "Ich werde die Menschenrechtslage genau beobachten"

Das erste Treffen zwischen Frankreichs neuem Präsidenten Emmanuel Macron (MÄNNER-Archiv) und dem russischen Staatschef Wladimir Putin ging gestern in Versailles eher angespannt zu ende. Zwar war die Atmosphäre generell freundlich und offen, aber Macron machte bei der anschließenden Pressekonferenz auch keine diplomatische Mördergrube aus seinem Herzen, auch was LGBTI- und Menschenrechtsfragen anging.

„Wenn Presseorgane gezielt Verleumdungen und Unwahrheiten verbreiten, sind sie kein Journalismus mehr, sondern Machtinstrumente“

Von Medienvertretern danach befragt, warum er zwei russische Nachrichtensender – Russia Today und Sputnik – von seinen Pressekonferenzen während seiner Wahlkampagne ausgeschlossen hatte, antwortete er: „Wenn Presseorgane gezielt Verleumdungen und Unwahrheiten verbreiten, sind sie kein Journalismus mehr, sondern Machtinstrumente. Russia Today und Sputnik waren Machtinstrumente in meinem Wahlkampf und haben wiederholt Unwahrheiten über mein Team und mich verbreitet. Also dachte ich, sie bräuchten auch keine Gelegenheit, ihre ‚Fakten‘ in meinem Hauptquartier zu überprüfen.“ Einige russische Medien hatten unter anderem gemutmaßt, Macron sei eigentlich schwul und seine Ehe nur vorgetäuscht.

Macron machte deutlich, dass Frankreich den Einsatz von chemischen Waffen durch die Verbündeten Russlands in Syrien militärisch vergelten würde und äußerte sich deutlich unterstützend zur Menschenrechtslage von LGBTI in Tschetschenien (MÄNNER-Archiv). Er sagte während der Pressekonferenz, er hätte Putin auf die Lage von LGBTI in Tschetschenien angesprochen und den russischen Umgang mit Nichtregierungsorganisationen kritisiert. Sie hätten sich darauf geeinigt, „dass es wichtig ist, diese Situation sehr regelmäßig und sehr genau zu beobachten.“

„Ich selbst werde immer ein Auge auf diese Dinge haben, so wie es unseren Werten entspricht.“

Macron sagte, Putin hätte ihm bestätigt, dass Russland Maßnahmen ergriffen hätte, „die zur Offenlegung der kompletten Aktivitäten der lokalen Behörden in Tschetschenien führen sollen.“ Was diese Maßnahmen sind, wurde nicht erläutert. Macron fügte an: „Ich selbst werde immer ein Auge auf diese Dinge haben, so wie es unseren Werten entspricht.“

Foto: Imago/UPI Photo


1 Kommentar

  1. Anna Sturm

    Es ist wichtig, dass sich der russische Staatspräsident die Ermahnungen auch zu Herzen nimmt und endlich dafür sorgt, dass die Diskriminierungen gegenüber homosexuellen Russen in seinem Land aufhören.

    #loveislove #deutschland #gleichberechtigung #homosexualität #menschenrechte #russland #putin #merkel #enoughisenough #stopHomophobia #Schwulenjagd #Chechnya100 #marcon #frankreich


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