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Madonna dreht queeres Drama

Madonnas neuer Film als Regisseurin hat spannende schwule Figuren

Madonna verfilmt den Roman „The Impossible Lifes of Greta Wells“ des offen schwulen Autors Andrew Sean Greer, der als „Ein unmögliches Leben“ 2014 auch in deutscher Sprache veröffentlicht worden ist. Der Arbeitstitel des Films ist „Loved“. Das Spannende: Der Roman hat eine prominente schwule Nebenfigur, von der Madonna hofft, dass sie den Kampf um LGBTI-Rechte voranbringt. Felix, so der Name des schwulen Helden der Geschichte, ist der schwule Zwillingsbruder der Hauptfigur und man bekommt ihn, wegen der Erzählweise und Struktur des Romans, wahrscheinlich auch im Film in ganz unterschiedlichen Phasen der schwulen Emanzipation zu sehen.

„Ich weigere mich, mich bestimmten Konventionen zu beugen und ein sogenanntes ’normales‘ Leben zu führen.“ 

Madonna schreibt „Loved“ und wird auch selbst Regie führen. Der Zeitschrift Harper’s Bazaar erzählte sie, dass ihre eigene Unterdrückungsgeschichte sie zu dem Projekt inspiriert hat. „Ich habe mich immer unterdrückt gefühlt. Und, ich weiß, viele Leute werden jetzt sagen, ‚Wie bescheuert ist das denn? Du bist ein weißer, reicher, erfolgreicher Popstar‘. Aber, ich hatte meine gesamte Karriere über die schärfsten Kritiker, die mich permanent getreten haben. Und zwar, weil ich eine Frau bin, aber auch, weil ich mich weigere, mich bestimmten Konventionen zu beugen, und ein sogenanntes ’normales‘ Leben zu führen.“  Das hatte die Sängerin erst im US-Wahlkampf wieder bewiesen (MÄNNER-Archiv).

„Das irritiert manche Menschen. Ich habe das Gefühl, alles was ich tue, irritiert Menschen.“

Über den Film sagt sie: „Es geht um eine ganze Reihe wichtiger Themen, mit denen ich mich schon mein ganzes Leben beschäftige: den Kampf um Frauenrechte, die Rechte der LGBTI-Community, um Menschenrechte, darum, sich immer für die Unterlegenen einer Gesellschaft einzusetzen.“ Die Sängerin, Schauspielerin und Regisseurin glaubt, dass es ihre eigenen Entscheidungen ihre Familie betreffend waren und sind, die zu ihrem Interesse an diesem Projekt geführt haben. „Ich habe mir eine unkonventionelle Familie gebaut. Ich habe Geliebte, die 30 Jahre jünger sind als ich. Das irritiert manche Menschen. Ich habe das Gefühl, alles was ich tue, irritiert manche Menschen. … Das ist der Grund warum ich dieses Buch zu einem guten Drehbuch machen will: Es berührt mich in vielen Punkten stark und spricht über so viele wichtige Themen. Gerade jetzt muss diese Geschichte dringend erzählt werden.“

Foto: Shutterstock/Denis Makarenko

 


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