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Schottische Kirche will LGBTI trauen

Die Kirche von Schottland berät am kommenden Donnerstag auf ihrer Generalversammlung über den Umgang mit LGBTI-Paaren

Die Kirche von Schottland wird in der kommenden Woche über die Öffnung der Ehe für alle in ihren Kirchen beraten. Zwar ist die Zivil-Ehe in Schottland schon 2014 geöffnet, bisher konnte aber jede Kirchengemeinde für sich entscheiden, ob in ihrem Gotteshaus gleichgeschlechtliche Paare getraut werden dürfen, oder nicht. Am Donnerstag dem 25. Mai will die Generalversammlung der Kirche von Schottland in Edinburgh nun einen Schritt weiter gehen.

Pastor Dr. Derek Browning, einer der Moderatoren der Versammlung, erklärte gegenüber der BBC: „Das theologische Forum wird der Generalversammlung seinen Bericht vorlegen und ihn mit Vorschlägen verbinden. Das Forum bittet die Versammlung dieses Jahr darum, darüber zu beraten, wie man sich bei der LGBT-Community für durch die Kirche entstandenes Leid entschuldigen kann. Die Generalversammlung wird dazu einen Standpunkt entwickeln müssen.“

Das Forum bittet die Versammlung dieses Jahr darum, darüber zu beraten, wie man sich bei der LGBT-Community für durch die Kirche entstandenes Leid entschuldigen kann

„Aber auch unser Rechtsberatungsteam wird sich diesen Fragen auseinandersetzen müssen. Wir wollen wissen, was eine generelle Erlaubnis gleichgeschlechtlicher Trauungen für alle Pastoren, die das tun wollen, mit sich brächte. Und wie man gleichzeitig die rechtlich einbindet, die solche Verbindungen aus Gewissensgründen nicht vollziehen können. Die Generalversammlung hat in den letzten Jahren beide Seiten gehört. Es gab kraftvolle Aussagen aus beiden Lagern, einiges davon hat zu Verletzungen geführt, auf beiden seiten. Deswegen ist es wichtig, dass wir als Christen uns dafür entschuldigen.“

Im letzten Jahr hatte das schottische Equality Netzwerk erschütternde Zahlen bekannt gegeben (MÄNNER-Archiv): 2 von 3 Menschen der schottischen LGBTI-Community wurden in ihrem Leben schon Opfer eines Hassverbrechens, die Mehrheit erstattete jedoch keine Anzeige bei der Polizei. Zeitgleich und in einer unabhängigen Umfrage bestätigt das auch eine Beratungsgruppe der Regierung für Hasskriminalität, Vorurteile und gemeinschaftlichen Zusammenhalt.


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