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Jeder 10. Mann neugierig auf Homosex

Millionen Menschen aus 32 Ländern Europas haben bei Umfrage mitgemacht

Ab April 2016 lief mit „Generation What?“ die größte jemals aufgelegte europaweite Studie zur Lebenswelt junger Menschen (18 bis 34 Jahre). Millionen Menschen aus 32 Ländern Europas haben sich an der Umfrage beteiligt, die in Deutschland vom Bayerischen Rundfunk zusammen mit dem Südwestrundfunk und dem ZDF umgesetzt wurde. Und die Ergebnisse sind spannend, auch und gerade in Bezug auf LGBTI-Fragen.

Im Schutze der Anonymität geben die jungen Europäer u.a. Details ihres Liebeslebens preis. In Beziehungsfragen sind die meisten der Teilnehmer eher konservativ eingestellt: 74 Prozent halten Treue in einer Beziehung für unverzichtbar und für 58 Prozent ist es undenkbar, eine Beziehung ohne Liebe zu haben. In Fragen der Sexualität sind die jungen Europäer dagegen für vieles offen. (MÄNNER-Umfrage: Wie steht Ihr zum Thema Offene Partnerschaft?)

Sex

Grafik: BR/SWR/ZDF/Upian

So gaben europaweit 19 Prozent der jungen Menschen auf die Frage nach gleichgeschlechtlichem Sex an, dass sie es gerne mal ausprobieren würden. Auffällig ist der Unterschied der Geschlechter: Während nur 10 Prozent der männlichen Teilnehmer neugierig auf gleichgeschlechtliche Erfahrungen sind, sehnt sich mehr als jede vierte Frau (26 Prozent) nach einem solchen Abenteuer. In Deutschland ist die Neugier mit 11 Prozent bei den männlichen und 29 Prozent bei den weiblichen Teilnehmern sogar noch etwas größer.

Sex

Grafik: BR/SWR/ZDF/Upian

Auch Sex mit mehr als einem Partner ist für viele eine reizvolle Vorstellung: Europaweit würden 39 Prozent der bisherigen Teilnehmer gerne das Experiment wagen, 12 Prozent geben an, schon entsprechende Erfahrungen gesammelt zu haben. In Deutschland ist der Trend noch deutlicher: 45 Prozent der befragten jungen Deutschen sind neugierig gegenüber Sex mit mehr als einer Person, 42 Prozent lehnen ihn ab. Partnertausch ist dagegen sowohl für die große Mehrheit der deutschen (83 Prozent), als auch der europäischen Jugendlichen (82 Prozent) nicht denkbar.

Das Erbe Beate Uhses

Experimentierfreudiger gibt man sich beim Thema Sexspielzeug. „In Deutschland merkt man
hier offenbar das Erbe Beate Uhses”, heißt es in einer Pressemitteilung – denn in kaum einem anderen Land geben so viele junge Menschen an, positive Erfahrungen mit Sexspielzeug gesammelt zu haben (37 Prozent). Mit diesem Wert ist Deutschland führend in Europa. In den meisten anderen Ländern Europas überwiegt dagegen die Skepsis. Dort ist die meistgegebene Antwort auf die Frage nach Sexspielzeug „Nein, das interessiert mich nicht.“. Eine Ausnahme bilden die Spanier: Dort sind 35% der bisherigen Teilnehmer neugierig und würden sexuelle Hilfsmittel gerne einmal ausprobieren.

Die anderen Ergebnisse können jetzt auf:  www.generation-what.de eingesehen werden.

Titelbild: Manuel Moncayo aus GUYS, LIGHT, AND NATURE (Portfolio 1000)


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