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Reinfall des Jahres: Das OutGames-Aus

Last-Minute-Absage der World OutGames in Miami sorgt für Aufschrei in der Community - und wird ein Nachspiel vor Gericht haben

Die Outgames standen noch nie unter einem guten Stern (bereits die erste Ausgabe im Jahr 2006 in Montréal fuhr 5,3 Millionen kanadische Dollar Verlust ein und führte zu einer Insolvenz), aber was jetzt in Miami passierte wird von Sportjournalist Cyd Zeigler zu Recht als „der absolute Tiefpunkt in der Geschichte der LGBT-Sportveranstaltungen“ gehandelt. Am Freitag sagten die Organisatoren von der  Gay and Lesbian International Sport Association (GLISA) die Spiele wenige Stunden vor der geplanten Eröffnungszeremonie faktisch ab. Lediglich die Wassersport-, Western-Dance- und Fußball-Turniere sowie die dem Event angegliederte Menschenrechtskonferenz fänden wie geplant statt. Der Rest müsse aufgrund „finanzieller Hürden“ gecancelt werden.

Die Stadt Miami ermittelt gegen die OutGames-Organisatoren wegen Betrugs

Während Teilnehmer und Sponsoren im Netz Sturm laufen gegen das Last-Minute-Aus, kündigt die Stadt Miami, die einer der Hauptsponsoren der Veranstaltung ist, rechtliche Schritte gegen die OutGames-Organisatoren an. „Aufgrund der möglichen Veruntreuung von Geldern, wurden das Miami Beach Police Department und die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Sie werden gemeinsam wegen Betrugs ermitteln“, so Sprecherin Melissa Berthier in einer Stellungnahme. „Die Stadtverwaltung hat in den vergangenen Monaten permanent versucht, den Organisatoren zu helfen – bei der Planung, bei Genehmigungen, bei Spendenakquise, bei der Verlegung von Veranstaltungen in günstigere oder kostenlose Locations, bei der Vermittlung von örtlichen Partnerschaften, bei finanzieller Unterstützung und Polizeikosten. Ganz zu schweigen davon, dass die Stadt als Hauptsponsor Geld zur Verfügung gestellt hat.“

„Wetten, dass ich meine Teilnahmegebühr nie wiedersehe!?!“

Auch private Klagen von Teilnehmern, die vergeblich nach Miami gereist sind oder  Reisekosten, Teilnahmegebühren und Urlaubsplanungen in den Wind schießen müssen, wurden angekündigt – unter anderem in einem wütenden Youtube-Video von Bodybuilder Diego-Lopez (siehe Galerie unten, Seite 10). Don Barclay von der New Zealand AIDS Foundation bringt die Situation vieler enttäuschter Teilnehmer in einem Facebook-Kommentar auf den Punkt: „Ich habe tausende von Dollars investiert, um nach Miami zu kommen und an den Outgames teilzunehmen (ich komme aus Neuseeland), also stellt euch mal vor, wie ich mich angesichts des Fiaskos fühle. Zum Glück haben wir noch die Gay Games in Paris, auf die wir uns freuen können (siehe MÄNNER-Archiv). Aber alle, die an Miami beteiligt waren, sollten sich was schämen. Mein Vertrauen in die GLISA hat den Tiefpunkt erreicht. Wetten, dass ich meine Teilnahmegebühr nie wiedersehe!?!“

Der Absage ging die Ankündigung zahlreicher Superlative voraus

Die Schlappe ist umso größer, weil die World OutGames Miami im Vorfeld mit Superlativen nur so um sich geschmissen hatten. In einem Video-Trailer hatte man angekündigt, man wolle „mehr Athleten als die Olympischen Spiele in London 2012 zusammenbringen, und mit 450 Sportveranstaltungen viermal so viele Events wie die Winterspiele in Sotchi bieten“. Man gewann prominente Botschafter  wie die schwulen Basketballer Derrick Gordon und Jason Collins und wurde bei den American Business Awards mit drei Trophäen fürs Marketing ausgezeichnet. Angepeilt wurden 15.000 Teilnehmer. Allein: Eine Crowdfunding-Kampagne mit dem ehrgeizigen Ziel 200.000 Dollar aufzutreiben scheiterte. Vielleicht hätte man da schon misstrauisch werden können.

Weitere Reaktionen von moderat bis deftig gibt’s in unserer Out-Games-Reaktions-Galerie weiter unten:


2 Kommentare

  1. Marcelo Jürgens

    Unglaublich. Da fehlen einem wahrhaftig die Worte. Natürlich kommt einiges zusammen, aber egal wie, die Leidtragenden sind die Sportler. Möge Paris dafür umso größer und schöner werden…

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