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Ian McKellen macht Trump Dampf

Der Star bezeichnet die Verleugnung von LGBTI-Rechten als "unamerikanisch"

Bei den Cannes Lions hat Superstar Ian McKellen eine Lanze für schwule Superhelden gebrochen und Donald Trump vor der Einschränkung von LGBT-Rechten gewarnt. Die Cannes Lions gelten als Oscars der Werbebranche und werden jährlich im Rahmen eines einwöchigen „Festivals of Creativity“ vergeben. McKellen war zu dem Event nach Südfrankreich gereist, um das Projekt „LGBT Heroes“ vorzustellen, das sich die Förderung authentischer Geschichten von schwulen, lesbischen und trans* Figuren in den Medien auf die Fahne geschrieben. McKellens eigener offener Umgang mit seinem Schwulsein gilt dabei als Vorbild (siehe MÄNNER-Archiv).

McKellen philosophiert über die Kraft des Coming-outs

Bei einer Podiumsdiskussion philosophierten der 78-Jährige Schauspieler und seine Mitstreiter (Werberin Jackie Stevenson und Produzent/Regisseur Gary Reich) über die Kraft des Coming-outs und die daraus resultierenden Möglichkeiten für kreatives Geschichtenerzählen. Der Reiz von LGBT-Superhelden wurde durch Mc-Kellen-Cartoons verdeutlicht. Die Veranstaltung erregte nicht zuletzt aufgrund der Prominenz des Briten Aufsehen, sodass das Trio ins Talk-Studio des Medienmagazins „Variety“ eingeladen wurde. Dort wurde es dann politischer.

Ansage an Trump: Die Einschränkung von LGBTI-Rechten ist „unnötig und unamerikanisch“

Auf die Frage des Variety-Moderators, ob McKellen sich durch die jüngsten Rückschritte LGBT-politischer Angelegenheiten in Amerika unter Präsident Trump betroffen fühle (siehe MÄNNER-Archiv), bemängelte der Schauspieler zunächst, dass Trump ein schlechter Kommunikator sei und er ihn nicht verstehe. Um dann an eine Grundfeste von Trumps Handelns zu appellieren: den Patriotismus. „Wenn es stimmt, was Sie sagen“, so McKellen mit Bezug auf Trumps Rückschritte bei LGBT-Rechten. „Dann ist das entsetzlich. Es ist unnötig und unamerikanisch. Die Schwulenbewegung begann in Amerika. Sie begann mit Stonewall in der Stadt, in der Donald Trump geboren und aufgewachsen ist. Wenn er sich dessen nicht bewusst ist, wäre das sehr traurig.“

Ian McKellen erklärt im Variety-Interview, warum die Verleugnung von LGBTI-Rechten unamerikanisch ist:

Titelfoto: lgbtheroes.thebrooklynbrothers.com


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