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DJ GRiZ begeistert mit Coming-out-Story

Musiker aus Detroit bekommt Beifall für Multichannel-Coming-out

Vier Monate nachdem der amerikanische DJ GRiZ (Foto Mitte) auf einer Europa-Tour das Publikum in Köln, München, Hamburg und Berlin begeisterte, hat er eine neue Überraschung für seine Fans: Er ist schwul. Das Energiebündel aus Detroit zelebrierte sein öffentliches Coming-out auf mehreren Kanälen – in den sozialen Medien und mit einem ausführlichen Artikel in der Huffington Post. Die Idee dahinter formuliert er auf Instagram so: „Ich oute mich heute vor euch allen in der Hoffnung, dass meine Geschichte vielleicht einer verwirrten Seele hilft. Das hat sich schon eine Weile angekündigt, aber letztendlich fühle ich mich in einer guten Lage, das mit euch zu teilen. Ich liebe euch!“ Damit verlinkt er zur Huffington Post.

„Ich hatte keine schwulen Rollenmodelle. Außer Freddie Mercury.“
In dem Artikel findet GRiZ (der mit bürgerlichem Namen Grant Kwiecinski heißt) einfühlsame Worte für die Gefühle, die Teenager vor dem Coming-out durchmachen. Beginnend mit seiner Familiengeschichte (seine Eltern ließen sich scheiden, als er elf Jahre alt war) über seine Vorliebe für Britney Spears bis hin zur Isolation, die seine Teenager-Zeit prägte, weil er merkte, dass er schwul war. Sein Hauptproblem war damals, dass er keine Vorbilder hatte: „Ich hatte keine offen schwulen Rollenmodelle in der Kultur, zu denen ich hätte aufblicken können (…) Außer Freddie Mercury (…) Zahllose Rapsongs handelten von der Jagd auf Frauen und Frauenfeindlichkeit, TV-Shows und Filme handelten von Kerlen, die hinter heißen Girls her waren. Ich glaube, ich hab keine schwule Figur im Fernsehen gesehen, bis ‚Will & Grace‘ startete. Aber das war Comedy.“ (Siehe MÄNNER-Archiv)

Grants Botschaft an zweifelnde Teenager: „Es wird besser!“

Erst in seiner Physikstudent auf dem College begann Grant sich wohler in seiner Haut zu fühlen – auch weil er schwule Freunde fand. Allen, die noch nicht so weit sind, sagt er: „Es wird besser.“ Heute ist das Schwulsein für ihn nur einer von vielen Aspekten, die ihn charakterisieren. Oder wie er es im Coming-out-Artikel formuliert: „Ich in DJ, Produzent, Saxophonist, Songwriter, Performer, Yoga-Fan, Kiffer, Klamotten-Designer, Platten-Label-Besitzer, 90er-Jahre-Liebhaber, ein unterirdischer Sänger… und ich bin schwul.“

„Es mag nicht cool sein, Britney Spears toll zu finden, aber es ist absolut cool schwul zu sein!“
Der Artikel schließt mit einem Hoffnungsschimmer, für den Grant in den Kommentarspalten auf Twitter und Instagram frenetisch bejubelt wird: „Ich glaube an das Gute im Menschen. Ja, es gibt viel Negativität und Hass. Statt uns von Hass und Traurigkeit geschlagen zu geben, müssen wir leuchten. So hell leuchten, dass es den Rest unserer Community dazu inspiriert das Gleiche zu tun. Es wird nicht immer einfach sein, aber die Schlacht lohnt sich. Es mag nicht cool sein Britney Spears toll zu finden, Physik zu pauken oder Saxophon zu spielen, aber es ist absolut cool schwul zu sein.“ Dass das stimmt, beweist die GrIZ-Bildergalerie, zu der du dich unten weiterklicken kannst.

Titelbild: Instagram


2 Kommentare

  1. Hans Hurtig

    „Es mag nicht cool sein Britney Spears toll zu finden, Physik zu pauken oder Saxophon zu spielen, aber es ist absolut cool schwul zu sein.”

  2. Hugo Egon Maurer

    Glückwunsch!!!!! An Dich und all die anderen, die sich trauen Ihr wahres sexuelles Empfinden zu veröffentlichen.
    Vielleicht kommt eine Zeit, in der man keine Angst haben muß oder sich schämen muß, das ein Mann auf Männer, oder auch auf Männer steht.


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