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Episkopalkirche erlaubt Ehe für alle

Erste christliche Hauptkirche im Vereinigten Königreich gibt grünes Licht für Ehe für alle

Was die Church of Scotland lediglich in Erwägung zieht (siehe MÄNNER-Archiv), ist in der schottischen Episkopalkirche ab sofort Standard: Eheschließungen von gleichgeschlechtlichen Paaren. In einer historischen Abstimmung im Rahmen der Synode von Edinburgh stimmten die Teilnehmer am Donnerstag für die Einführung kirchlicher Hochzeiten von LGBTI. Damit sind die „Episcopalians“ die ersten Vertreter einer christlichen Hauptkirche im Vereinigten Königreich, die gleichgeschlechtlichen Paaren die Tore öffnen. Die Abstimmung fand in drei Wahlgängen statt – unter Bischöfen (Bishops), Pfarrern (Clergy) und  Laien (Laity). Die Ergebnisse fielen folgendermaßen aus:

„Wir haben studiert nachgedacht und gebetet!“

Reverend David Chillingworth, Primus der Scottish Episcopal Church sagte über das Ergebnis: „Dies ist das Ende einer langen Reise. Es war ein schubweiser Prozess alle Leute quer durch unsere Kirche daran zu beteiligen – durch das Schreiben des Doktrin-Komitees, das ergründete, ob das christliche Verständnis der Ehe auf gleichgeschlechtliche Paare ausgeweitet werden kann. Wir haben studiert, nachgedacht und gebetet.“

Für Chillingworth ist das Ende des Homo-Banns auch ein Neuanfang. Er bedeute, dass gleichgeschlechtliche Paare nicht nur aus weltlicher Sicht als verheiratet gelten, sondern auch im Auge Gottes: „Ein neues Kapitel beginnt. Inklusion hat eine konkrete Form angenommen. Gleichzeitig ist die Entscheidung schwierig und schmerzhaft für einige, deren Glauben ihnen sagt, dass unser Beschluss den Schriften widerspricht und fundamental falsch ist. Für diese Gläubigen wird sich dieses neue Kapitel wie ein Ausschluss anfühlen – als ob ihre Kirche sie im Stich gelassen hätte. Die Reise, die nun beginnt, ist also eine Reise der Versöhnung. “

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Die Bischofsversammlung der Schottischen Episkopalkirche wird nun Richtlinien für Pfarrer erarbeiten, die für die Weihe von gleichgeschlechtlichen Paaren autorisiert werden. Geistliche, die sich weigern nichtheterosexuelle Paare zu trauen, müssen dies weiterhin nicht tun. Es soll niemand gezwungen werden gegen seine Überzeugungen zu handeln – bis zur Versöhnung.


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