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Flashmob fordert: Trau dich, Sebastian!

Aktivisten fordern ÖVP-Spitzenkandidat in Wien auf, Merkels Beispiel zu folgen.

Auch in Österreich tut sich gerade einiges beim Thema Ehe für alle. Bei einer Abstimmung im Nationalrat stimmten die Abgeordneten heute über einen Fristsetzungsantrag ab, der eine Entscheidung über die Öffnung der Ehe bis zum 19. September festgeschrieben hätte. Es war der  linke Part der regierenden Großen Koalition, also die Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ), die auf den Schritt gedrängt hatte – vergleichbar mit den jüngsten Entwicklungen in Deutschland  (siehe MÄNNER-Archiv). Allerdings stimmten die Koalitionspartner aus der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) einhellig gegen den Antrag – und bekräftigten damit ihre gegnerische Haltung beim Thema Eheöffnung.

Polit-Youngster Kurz wird mit Merkel-Masken und Schildern attackiert

Die SPÖ nimmt die Schlappe mit Humor und konzentriert sich stattdessen auf ihre ausbaufähige „Trau dich Sebastian“-Kampagne. Der Claim richtet sich an ÖVP-Spitzenkandidat Sebastian Kurz, der wegen seines geringen Alters (30 Jahre) für einen frischen Wind in seiner christlich-bürgerlichen Partei steht. Schon vor der Abstimmung im Nationalrat hatte sich eine Gruppe von Aktivisten vor der ÖVP-Zentrale mit Merkel-Masken und Spruch-Schildern postiert, um  den Polit-Youngster aufzufordern, dem Vorbild seiner Kollegin in Deutschland zu folgen und seine Parteimitglieder zum Einlenken zu bewegen (siehe MÄNNER-Archiv).

„Gegen Merkel sieht Sebastian Kurz alt aus!“

Sollte das Durchwinken der Ehe in Deutschland am Freitag klappen, kann sich Sebastian Kurz auf noch viel mehr Flashmobs vor seinem Arbeitsplatz gefasst machen. Denn die Argumente zum Mauern schwinden. Oder wie es Mario Lindner, Sprecher der SPÖ-Arbeistgruppe Sozialdemokratie und Homosexualität, vor der Abstimmung ausdrückte: „Gegen Merkel sieht Sebastian Kurz alt aus! (…) Die Zeit für Ausreden ist vorbei, liebe ÖVP. Springt über euren Schatten und traut euch!“ Zu weiteren Bildern vom Flashmob kannst du dich  bei den Zahlen unten weiterklicken.

Titelbild: Twitter / SPÖ


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