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Jordan Gavaris hat Coming-out

Der Orphan Black-Star sagt: Mich hat einfach nie jemand gefragt

„Orphan Black“-Star Jordan Gavaris spielt seit inzwischen vier Jahren einen der schwulsten Charaktere der TV-Geschichte. Felix, der Adoptivbruder der Hauptfigur des Sci-Fi-Hits über ein gutes Dutzend Klone ist eine fröhliche Schlampe mit einem unfassbar schmutzigen Mundwerk und sowas von gern und ohne jede Entschuldigung nur an Männern interessiert, dass es einfach nur eine Freude ist. Trotzdem hat sich Gavaris nie zu seiner eigenen Sexualität geäußert.

Nicht, weil er nicht gewollt hätte. „Mich hat einfach niemand gefragt. In allen Interviews, während der gesamten Dauer der Serie, hat einfach niemand diese Frage gestellt“, hat er dem Internet-Portal Vulture jetzt erzählt. Und damit gleichzeitig ein völlig entspanntes Coming-out gehabt. Denn, ja, Gavaris ist schwul. Seine Familie weiß das schon, seit er 19 Jahre alt war. Jetzt ist er 27 und weiß, worauf er sich in der Öffentlichkeit einlässt.

„Wenn sich auch nur eine einzige Person dadurch besser fühlt, besser klarkommt oder sich fühlt, als wäre er endlich sichtbar, dann ist es das wert.“

„Das ist alles nicht so einfach, das weiß ich schon. Ich habe das noch nie öffentlich gesagt und glaube, dass mir deswegen einige Jobs flöten gehen werden. Aber, dafür werde ich andere vielleicht bekommen. Vielleicht beides aus den falschen Gründen. … Und vielleicht hat mein Coming-out nicht die gleiche Durchschlagskraft wie das von Colton Haynes (MÄNNER-Archiv) oder Gus Kentworty (MÄNNER-Archiv), aber wenn sich auch nur eine einzige Person dadurch besser fühlt, besser klarkommt oder sich fühlt, als wäre er endlich sichtbar, dann ist es das wert und viel wichtiger, als die paar Sorgen, die ich mir gerade mache.“

„Ich hoffe, dass die Welt irgendwann an einen Punkt kommt, wo niemand mehr seine Sexualität oder seine Hautfarbe als politisches Instrument einsetzen muss.“

Gleichzeitig hofft Gavaris auch, zu einer Atmosphäre beizutragen, in der die sexuelle Orientierung von Schauspielern irgendwann keine Rolle mehr spielt. In seinen eigenen Worten: „Ich hoffe, dass die Welt irgendwann an einen Punkt kommt, wo niemand mehr seine Sexualität oder seine Hautfarbe als politisches Instrument einsetzen muss, dass wir einfach verschiedene Geschichten übereinander erzählen können, die ganz selbstverständlich damit umgehen. Dass es wirklich egal ist, ob jemand schwul ist. Wäre das nicht eine tolle Welt, um darin zu leben? Eine Welt in der sich niemand mehr schützen oder verstecken muss?“

Orphan Black kann man in Deutschland auf ZDF-neo und Netflix sehen.

Foto: BBC America


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