June 3 2017 Burmarrad Malta Prime Minister Joseph Muscat Votes in Malta Election 2017 on Satur

Malta wird Ehe öffnen

Premierminister Joseph Muscat verspricht Ehe für alle "in den nächsten Wochen"

Maltas frisch wiedergewählter Ministerpräsident Joseph Muscat hat versprochen, dass die Eheöffnung in Malta das erste Gesetz sein wird, das seine neue Regierung verabschieden wird.

Der Labour-Politiker Muscat wurde am Sonntag mit 55 Prozent aller Stimmen im Amt bestätigt. Die Wahlbeteiligung lag bei über 92 Prozent. Das herausragende Ergebnis gibt Muscat die Sicherheit, die Ehe in Malta in den nächsten Wochen öffnen zu können. Unter Muscat hat sich Malta von einer eher konservativen Nation zu einem der weltweiten Vorreiter bei LGBTI-Gesetzgebung gewandelt. (MÄNNER-Archiv) Schon seit 2014 können gleichgeschlechtliche Paare ihre Partnerschaft in Malta registrieren lassen, verbunden mit fast identischen Rechten zu denen von Eheleuten.

„Menschen, die nicht an die Rechte anderer Menschen glauben, schaffen eine Situation, in der es extreme politische Positionen bei vielen Menschen leichter haben. … Es ist nie zu spät, das Richtige zu tun.“

Muscat will auch ein Beispiel für andere Regierungschefs im Commonwealth sein. Das Commonwealth of Nations ist eine lose Verbindung souveräner Staaten, welche in erster Linie vom Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland und dessen ehemaligen Kolonien gebildet wird. Er sagt: „Ich hatte viele Gespräche mit anderen Regierungschefs im Commonwealth, die sich Sorgen darum machen, wie ihre Bevölkerung auf die Veränderungen reagieren könnte. Meine Antwort ist: Der Commonwealth wird sie bei diesen ersten, wichtigen Schritten unterstützen. Und die Geschichte wird auf ihrer Seite sein und ihren Mut honorieren.“

Der Premierminister will die Eheöffnung durch eine einfache Reform der Ehegesetzgebung erreichen, die jetzt schon eingetragene Partnerschaften gestattet. Muscat will das Gesetz noch vor der parlamentarischen Sommerpause verabschieden lassen. In den letzten zwei Jahren hat Malta sowohl „Homoheilungen“ verboten (MÄNNER-Archiv), sowie eins der progressivsten Gesetze zu Trans* und Intersexualität weltweit verabschiedet.

Muscat: „Ich möchte kurz über den Respekt für die LGBTI-Community sprechen. Oder vielmehr darüber, dass er oft fehlt. Die vielen Länder, in denen es an Gleichstellung mangelt, sind ein dunkler Fleck auf der Karte des Commonwealth. Menschen, die nicht an die Rechte anderer Menschen glauben, schaffen eine Situation, in der es extreme politische Positionen bei vielen Menschen leichter haben. … Es ist nie zu spät, das Richtige zu tun.“

Foto: Imago/ZUMA Press

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