Sexting_Header_1050

XXX-Fotos bleiben häufig nicht geheim

Laut einer aktuellen Studie vertragen sich "Sexting" und Privatsphäre so gar nicht.

Jeder kennt wohl Geschichten wie diese: Zwei potenzielle Datingpartner schicken sich gegenseitig über Grindr oder WhatsApp freizügige Fotos zu. Einer von beiden findet Wochen später seine XXX-Fotos auf einem Blog oder in den Sozialen Medien wieder. Ein durchaus unangenehmes Beispiel dafür, dass sich das so genannte „Sexting“ nicht wirklich mit der Idee von Privatsphäre verträgt. Neue Zahlen sprechen nun dafür, dass dieses Phänomen inzwischen sogar noch größere Dimensionen hat, als es viele wohl im Alltag annehmen. (Es gibt weitere Studien über das Verhalten auf Dating-Plattformen – MÄNNER-Archiv.)

23% gaben zu, hin und wieder auch erhaltene Fotos mit anderen zu teilen.

Der US-Wissenschaftler Justin Garcia vom Kinsey-Institute hat sich wissenschaftlich mit „Sexting“ beschäftigt – was in Zeiten, in denen die englische Wortschöpfung sogar ins Oxford-Wörterbuch aufgenommen wurde (MÄNNER-Archiv), wohl durch aus Sinn macht. Knapp 6.000 Menschen zwischen 21 and 75 wurden in ihrer Studie zu ihrem Verhalten in Apps und Sozialen Medien befragt. Das Ergebnis dürfte niemandem gefallen, der selbst hin und wieder Nacktbilder verschickt. 23% der Menschen, die „Sexting“ betreiben, gaben zu, die erhaltenen Fotos mit anderen zu teilen. Ein Risiko, über das sich laut Garcia jedem, der freizügige Schnappschüsse verschickt, bewusst sein sollte.

Reales Risiko

„Es gibt ein reales Risiko beim Sexting, dass jemand die Messages ohne Einwilligung weiterteilt. Dabei stellt sich die Frage: Wenn jemand Dir ein etwas in der Annahme schickt, dass es privat bleibt, und Du teilst es – wie einer von vier US-Singles. Wie wollen wir diese Art von Verletzung der Privatsphäre eigentlich nennen? Ist das einfach nur schlechter Geschmack? Ist es etwas Kriminelles?“

Wenn es um die Schnappschüsse anderer geht, scheinen es viele nicht so eng zu sehen.

Pikant wird die ganze Sache auch dadurch, dass 73% aller Befragten, die „Sexting“ betreiben, angaben, dass es ihnen nicht recht wäre, wenn ihre privaten Fotos weitergeteilt werden. Wenn es um die Schnappschüsse anderer geht, scheinen es aber nicht alle von ihnen wirklich so eng zu sehen. Wir empfehlen: „Safer Sexting“ betreiben. Also nur Bilder an ein Gegenüber verschicken, dem man auch wirklich traut, kein Gesicht verschicken, und niemanden mit seinen XXX-Fotos überfallen.

Foto: Fotolia


9 Kommentare


Schreibe einen neuen Kommentar



Likes & Shares

Durch die fortgesetzte Nutzung der Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. mehr Info

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close