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26 Millionen Dollar für LGBT

Human Rights Campaign plant größte Investition ihrer Geschichte zur Stärkung von LGBT-Unterstützern

Die amerikanische Human Rights Campaign (HRC) tritt mit einer Rekordinvestition LGBT-politischen Rückschritten unter Präsident Trump entgegen (siehe MÄNNER-Archiv). 26 Millionen Dollar will die Organisation in die Kampagne HRC Rising stecken und damit eine Anti-Trump-Bewegung starten, die alles bisher dagewesene in den Schatten stellt. Das berichten unter anderem das Time Magazine und die Huffpost unter Bezug auf HRC-Boss Chad Griffin. Der offizielle Start der Kampagne soll am Dienstag in Washington verkündet werden.

Ziel: Die Entschlossenheit von 10 Millionen amerikanischen LGBTQ-Wählern stärken

„Es genügt nicht, sich der hassgetriebenen Politik und den Angriffen des Trump-Pence-Regimes zu widersetzen“, so Griffin in Time. „Wir müssen das Tempo des Fortschritts auf dem Weg zu vollständiger Gleichberechtigung anziehen und den Schutz von LGBTQ-Leuten in den Bundesstaaten und im ganzen Land sichern. Deshalb gehen wir mit der größten Graswurzel-Expansion in der 37-jährigen Geschichte der HRC in die Offensive. Die Macht und Entschlossenheit von 10 Millionen amerikanischen LGBTQ-Wählern wird im Angesicht der jüngsten diskriminierenden Angriffe auf unsere Rechte und Freiheiten nur noch stärker werden.“

Unter Barack Obama hat die HRC viele Erfolge erzielt, nun gilt es, das eigene Vermächtnis zu bewahren

Griffins Worte sind auch eine Selbstermutigung. Die HRC ist einer der größten LGBT-Verbände der USA und die einflussreichste schwule Lobby-Organisation im politischen Washington. Während der Präsidentschaft von Barack Obama, dessen Wahlkampf man massiv unterstützt hatte, wurde wesentlich zu Erfolgen wie der Gleichstellung der Ehe und Fortschritten im Trans*-Recht beigetragen (siehe MÄNNER-Archiv). Es gilt also auch, das eigene Vermächtnis zu bewahren.

Trump soll bei den Halbzeitwahlen im November 2018 einen Dämpfer bekommen

Die 26 Millionen Dollar werden vor allem in Kampagnen von Politikern investiert, die LGBTQ-Rechte unterstützen und gegen Homophobie kämpfen. Dabei soll das Projekt landesweit wirken, konzentriert sich aber vor allem auf die politisch wichtigen Staaten Ohio, Pennsylvania, Michigan, Wisconsin, Arizona und Nevada. Ziel ist die Stärkung liberaler Politiker, aber auch die Abwahl von homophoben Hardlinern. Auf lange Sicht haben Griffin und seine Mitstreiter die Halbzeitwahlen im November 2018 im Blick, bei denen sie der Trump-Administration einen gehörigen Dämpfer verpassen wollen.

Foto: Juan Camilo Bernal / Shutterstock.com


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