May 16 2017 Brussels Bxl Belgium Traffic lights with the symbols of same sex couples in front

Frankfurt: Homo-Ampeln für immer?

Frankfurter wollen schwule Ampelmännchen für die Ewigkeit - doch die Stadt sagt Nein

In Frankfurt wurden an der Konstabler Wache heute wieder zehn Fußgängerübergänge mit schwulen und lesbischen Ampelmännchen ausgestattet. Grund ist der vom 14. bis 16. Juli stattfindende CSD. Stadträtin Sylvia Weber, die dem Einbau der Homo-Schablonen persönlich beiwohnte, sagt dazu: „Wir sind glücklich und stolz, den CSD hier bei uns in der Stadt zu haben!“ Die gleichgeschlechtlichen Ampelmännchen seien ein „cooles“ Symbol für diese Haltung.

„Ampeln sind bundesweit einheitlich geregelte Sicherheitseinrichtungen“

Während die Aktion in den sozialen Medien viel Beifall bekommt, werden gleichzeitig Rufe laut, man möge die Homo-Figuren doch dauerhaft verwenden. Nicht ohne Grund. Erst kürzlich hatte Madrid anlässlich des Europrides beschlossen, die gleichgeschlechtlichen Masken auch nach der Veranstaltung beizubehalten (siehe MÄNNER-Archiv). Jedoch: In Deutschland geht sowas nicht. Die Frankfurter Stadtwerke reagierten auf die Forderung mit den Worten: „Ampeln sind bundesweit einheitlich geregelte Sicherheitseinrichtungen. Die Stadt hat nur wenige Möglichkeiten. Nehmen die Anregung aber mit!“

Magistrat will lehnt Homophobie konsequent ab

 Vielleicht soll damit ja die Signalwirkung betont werden. Äußerte Sylvia Weber (im Foto links, bei der Installation der Ampelscheiben) doch zuvor: „Der CSD in Frankfurt setzt Signale für die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, inter* und queeren Menschen und wirft ein Schlaglicht auf die große Bereicherung, die die Community für die Stadt Frankfurt darstellt. Gleichzeitig steht der CSD für ein konsequentes Ablehnen von Homophobie, Trans- und Menschenfeindlichkeit sowie Gewalt. Dieses Engagement wollen wir als Magistrat nach Kräften unterstützen.“
10.000 Euro für den CSD und Regenbogenflagge auf dem Römerbalkon

Zu dieser Unterstützung gehört neben den Ampelscheiben übrigens auch die erstmalige finanzielle Förderung mit über 10.000 Euro durch das Dezernat für Integration und Bildung und das Hissen der Regenbogenflagge auf dem Römerbalkon. Die Homo-Männchen leuchten bis zum 17. Juli. Die Motivmasken sind eine Leihgabe aus Wien, wo sie erstmals im Jahr 2015 zum Eurovision Song Contest und zum Life Ball in Aktion waren (siehe MÄNNER-Archiv). Auch in Frankfurt waren sie vor zwei Jahren erstmals in Benutzung.

Titelfoto: Imago/ZUMA Press

Artikelfoto: Stadt Frankfurt

 

 


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