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Hassverbrechen während CSD

Am Berliner Hauptbahnhof wurde am Samstag ein Mann homophob beleidigt

Der Zeuge einer homophoben Beleidigung wurde am Samstag, während des Berliner CSD durch die Innenstadt zog, in Berlin Moabit leicht verletzt. Bei seiner Anzeigenerstattung auf einem Polizeiabschnitt gab der 29-Jährige an, dass er gemeinsam mit einer Freundin und zwei Bekannten gegen 17.50 Uhr Zeugen einer homophoben Beleidigung wurde.

Ein Mann, der zwei kleine Kinder bei sich hatte, soll ein offensichtlich schwules Pärchen an der Straßenbahnhaltestelle am Hauptbahnhof beschimpft haben. Darauf sprach der 29-Jährige den Unbekannten an, woraufhin es zwischen den beiden zu Handgreiflichkeiten kam. Im weiteren Verlauf stieß der Unbekannte dann den Zeugen, der auf die Gleise der Tram stürzte. Namentlich nicht bekannte Passanten zogen den 29-Jährigen dann von den Gleisen.

Der 29-Jährige erlitt leichte Verletzungen an einem Arm sowie Hautabschürfungen

Aus Angst vor einer weiteren Auseinandersetzung stieg der Angegriffene mit seinen Begleitern dann in eine Straßenbahn und fuhr zum Polizeiabschnitt 31. Der unbekannte Angreifer blieb an der Haltestelle. Das beleidigte Paar blieb unbekannt. Der 29-Jährige erlitt leichte Verletzungen an einem Arm sowie Hautabschürfungen. Eine ärztliche Behandlung war nicht notwendig.

Die im Juli letzten Jahres von der Berliner Polizei veröffentlichte Kriminalstatistik für das Jahr 2015 belegt mit Zahlen (MÄNNER-Archiv), was viele LGBTI in der Hauptstadt längst wissen: Die Anzahl der von Hass auf Lesben, Schwule und Trans* motivierten Straftaten steigt. Am Wochenende waren nach dem CSD nach Angaben der Polizei ein 21-Jähriger im Wedding und ein 23-Jähriger in Mitte aufgrund ihrer sexuellen Orientierung körperlich attackiert worden und mussten medizinisch versorgt werden. Beides Ereignisse in einem unrühmlichen Trend.

Aber: Dass die MÄNNER-Redaktion in letzter Zeit oft über homo- und transphobe Gewalt in Berlin berichtet, bedeutet nicht, dass die deutsche Hauptstadt homo- oder transphober ist als andere deutsche Städte oder Gegenden. Die Anzahl der Taten steigt, das ist wahr. (MÄNNER-Archiv) Aber, die Berliner Polizei gehört auch zu den wenigen in Deutschland, die diese Angriffe in ihren Pressemitteilungen gesondert publik machen und so dazu beitragen, auf den allgemeinen Anstieg von Homo- und Transphobie aufmerksam zu machen.

Foto: Shutterstock.com/Michael715


1 Kommentar

  1. Anton Martin Groher

    Es ist eine Tatsache, dass die beängstigend steigende Kriminalitätsrate mit Schwulen als Opfer analog zur Erhöhung der Flüchtlingsanzahl gestiegen ist. Bei Berichten über Übergriffe muss die Nationalität des Täters aber verschwiegen werden. Soviel zu unserer Demokratie die Menschen aus Herkunftsländern schützt, die die deutsche Demokratie zum Teufel wünschen und die Rückständigkeit ihrer Herkunftsländer hier gewaltsam einführen wollen. Wann kommt die erste Burkapflicht für deutsche Frauen, Frau Roth?


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