Blood donor hand

Großbritannien erleichtert Blutspenden

Die Regierung reduziert die Wartezeit für schwule Männer um 75 Prozent

Die britische Regierung hat die Zeit, die schwule Männer enthaltsam leben müssen, um Blut oder Knochenmark spenden zu können, um 75 Prozent auf jetzt nur noch drei Monate reduziert. Die neuen Richtlinien des Advisory Committee on the Safety of Blood, Tissues and Organs (SaBTO), der für Blut- und Organspenden verantwortlichen Behörde, wurden am Sonntag bekanntgegeben.

Laut der Mitteilung „bezieht die neue Regelung die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse und medizinischen Fortschritte ein, die dafür sorgen, dass nun mehr Menschen die Möglichkeit haben, Blut zu spenden, und dazu beizutragen, die Versorgung mit gespendeten Blut sicherzustellen.“ Die neue Regelung basiert auf neuen Tests auf HIV, und Hepatitis, die nun für alle Blutspenden benutzt werden.

Die britische Regierung setzt sich für eine Gesellschaft ein, die jeden einbezieht, unabhängig von seinem Geschlecht oder seiner sexuellen Orientierung.“

Justine Greening, Ministerin für Frauen und Gleichberechtigung, sagte zu der neuen Regelung: „Die britische Regierung setzt sich für eine Gesellschaft ein, die jeden einbezieht und die gleichen Rechte verleiht, unabhängig von seinem Geschlecht oder seiner sexuellen Orientierung. Wir werden uns weiter dafür einsetzen, LGBTI eine echte Stimme zu geben, wenn es um ihre Gleichberechtigung geht.“ Die neuen regeln sollen Anfang 2018 in Kraft treten.

Die Änderungen waren im Mai angekündigt worden. (MÄNNER-Archiv) Dr. Moira Carter, vom Schottischen National Transfusion Service sagte damals gegenüber Medien: „Die Wartezeit wird um einiges verkürzt werden, sogar deutlich mehr, als ich dachte. Es ist frustrierend für schwule Männer die monogam leben, verheiratet sind und Kinder haben, kein Blut spenden zu dürfen.“ Was noch frustrierender ist: Auch die neue Regelung richtet sich nicht, wie Aktivisten es seit langer Zeit fordern, nach dem Risikoverhalten, sondern wieder nach der sexuellen Orientierung eines potentiellen Spenders.

Erst im April war das Blutspendeverbot für MSM auf Fidsche bestätigt worden (MÄNNER-Archiv): Ein Sprecher des Gesundheitsministerium bestätigte das Vorgehen und sagte, man richte sich nach den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation, die Männer die Sex mit Männern haben nach wie vor als Hochrisikogruppe ansehe. Vertreter der „Fiji Human Rights and Anti-Discrimination Commission” sagten hingegen, Männer die in einer monogamen Partnerschaft lebten und Safer Sex praktizierten, seien keine Hochrisiko-Spender.

Foto: Fotolia


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