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Homophober Angriff in Neukölln

Am Abend des queeren Stadtfestes, gab es erneut ein Hassverbrechen in Berlin

In der Nacht zu Montag wurde ein homosexuelles Paar im Berliner Stadtbezirk Neukölln von Jugendlichen homophob beleidigt und angegriffen. Dabei wurde einer der beiden leicht verletzt. Den Angaben der beiden 32 und 42 Jahre alten Männern zufolge, trafen sie kurz nach 19 Uhr in der Leinestraße auf eine fünfköpfige Jugendgruppe, aus der heraus sie homophob beleidigt worden seien.

Auf die Frage, was das Problem sei, hätten zwei Jugendliche mit Schlägen auf den 42-Jährigen reagiert. Zeugen eines nahegelegenen Imbisses gelang es, die Täter zunächst in die Flucht zu schlagen. Wenige Zeit später traf das Paar erneut auf die Gruppe. Wiederum schlugen dieselben zwei Jugendlichen auf den 42-Jährigen ein, bevor sie in Richtung Tempelhofer Flugfeld endgültig flüchteten. Glücklicherweise erlitt der Mann nur leichte Verletzungen, die er gegebenenfalls ärztlich behandeln lassen wird. Sein 32-jähriger Begleiter blieb unverletzt. Zeugenaussagen zufolge sollen sich die Jugendlichen in türkischer Sprache unterhalten haben. Die weiteren Ermittlungen übernahm der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt.

Die Anzahl der von Hass auf Lesben, Schwule und Trans* motivierten Straftaten steigt

Erst Ende April war ein Hassverbrechen in Berlin mit Hilfe der Öffentlichkeit aufgeklärt worden. Mitglieder der Facebook-Gruppe „Polacy w Berlinie” (Polen in Berlin) hatten  zwei der drei mutmaßlichen Schläger identifiziert, die am 4. März ein schwules Paar in der Straßenbahn beleidigt und einem der Männer mit einer Flasche auf den Kopf geschlagen haben sollen. (MÄNNER-Archiv) Nur wenige Stunden zuvor hatte die Polizei Fahndungsbilder einer Überwachungskamera veröffentlicht sowie den Hinweis, dass sich das Trio auf Polnisch unterhielt.

Die im Juli letzten Jahres von der Berliner Polizei veröffentlichte Kriminalstatistik für das Jahr 2015 belegt mit Zahlen (MÄNNER-Archiv), was viele LGBTI in der Hauptstadt längst wissen: Die Anzahl der von Hass auf Lesben, Schwule und Trans* motivierten Straftaten steigt. Am Wochenende waren nach dem CSD nach Angaben der Polizei ein 21-Jähriger im Wedding und ein 23-Jähriger in Mitte aufgrund ihrer sexuellen Orientierung körperlich attackiert worden und mussten medizinisch versorgt werden. Beides Ereignisse in einem unrühmlichen Trend.

Foto: Shutterstock/Cineberg


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