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Kampf den Stoppeln

Tipps für die perfekte Rasur

Ob glatt wie ein Babypopo, Vollbart oder irgendwas dazwischen – über die männliche Gesichtsbehaarung wird viel und gerne diskutiert. Der moderne Mann neigt immer häufiger zu Bart. Und damit ist nicht das Klischee des Berlin-Mitte Hipsters gemeint, der mit prachtvollem Bart und Club Mate in der Hand durch seinen Kiez stolziert. Bei männlichen Models und Schauspielern geht es vermehrt haarig zu. Auch wenn der Bart munter vor sich hin sprießt, sollte er doch gepflegt sein. Komplett auf die Rasur zu verzichten ist also nicht. Wie so oft, ist es jedoch auch eine Frage des Geschmacks und der eigenen Vorstellung von Ästhetik. Glattrasur oder Vollbart? Nassrasur oder Elektrorasur? Das sind hier die wichtigen Fragen und wir haben darauf die passenden Antworten und Tipps für die perfekte Rasur.

Der Urmensch rasierte sich mit Feuersteinen oder Muscheln

Der Begriff Rasur leitet sich von dem lateinischen Begriff „rasura“ ab und bedeutet so viel wie schaben oder kratzen. Seine Ursprünge hat die Rasur jedoch, wie Höhlenmalereien belegen, bereits vor 25000 Jahren. Da damals jedoch weder an vibrierende Nassrasierer oder Elektrorasierer zu denken war, benutzte der Urmensch primitive Werkzeuge wie Feuersteine oder Muscheln und schabte die lästigen Haare einfach ab, was hauptsächlich der Körperhygiene dienen sollte. Der erste Durchbruch in der Geschichte der Rasur war die Erfindung des Rasiermessers aus Metall. Bronzemesser wurden von den Ägyptern mit Gold oder Kupfer weiterentwickelt – ein haarloser Körper galt zur Zeit der Pharaonen als Schönheitsideal. Zudem waren Bärte nur den Königen vorbehalten und die weibliche Schambehaarung soll einen zu großen Reize auf die Männer ausgeübt haben.

Absolut im Trend – Ein Besuch beim Barbier

Bereits 1500 v. Chr. gab es das erste einklappbare Rasiermesser, welches sich aber nicht bis zum 17. Jahrhundert durchsetzen konnte, dann jedoch einen ganzen Berufsstand um die Rasur mit sich zog. Fortan suchten Männer einen Barbier zur Bartpflege auf. In der arabischen Welt stark verbreitet, eröffnen auch in Deutschland immer mehr Läden, die sich ausschließlich der männlichen Gesichtsbehaarung widmen.

Die erste Einwegrasierklinge wurde 1901 in den USA von King Camp Gillette erfunden. Beidseitig geschliffen, konnte sie einfach zusammen mit einem Rasierhobel verwendet und sobald sie auf beiden Seiten abgenutzt war, ausgetauscht werden. Etwa 30 Jahre später erschien der erste elektrische Rasierer und die Entwicklung im Bereich der Rasur ist nach wie vor nicht abgeschlossen. Ständig tauchen neue Produkte und neue Trends auf dem Markt auf, die die Rasur noch schonender und komfortable gestalten sollen.

Scharfe Klingen oder Hochleistungsmotor?

Zur Zeit sind Nassrasierer mit fünf Klingen das Maß der Dinge. Durch die dichte Anordnung der Klingen rasieren sie direkt an der Hautoberfläche. Dadurch wird die Rasur sehr gründlich, kann jedoch aber auch zu Verletzungen oder Hautirritationen führen, da sie gleichzeitig wie ein Peeling wirkt und Hautschuppen entfernt.

Einfach anschalten und los rasieren. Elektrische Rasierer sind nicht nur die schnellere, sondern auch die schonendere Variante und eignen sich daher für Männer mit Hautunreinheiten oder sensibler Haut, da der Scherkopf einfach über die Haut gleitet, ohne sie gleichzeitig abzutragen. Darüber hinaus eignen sich Elektrorasierer auch für Bartträger, da sich mit dem Trimmer die Konturen problemlos stutzen lassen. Moderne Elektrorasierer stehen zudem Nassrasierern in puncto Gründlichkeit in nichts nach, da sie mit Hochleistungsmotoren mit oszillierendem Mitteltrimmer ausgestattet sind und sich so die lästige Gesichtbehaarung mit einem Zug – dem sogenannten one stroke – entfernen lässt.

Klassische Ausrüstung für die Nassrasur – Rasierhobel und Pinsel

 

Acht Tipps für eine gründliche und hautschonende Rasur

  1. Die perfekte Tageszeit

Barthaare wachsen pro Tag etwa 0,5 Millimeter – selbstverständlich auch nachts. Wer also glatt rasiert bei der Arbeit erscheinen möchte, sollte sich am besten morgens rasieren. Wer gerade dabei ist einen Dreitagebart zu kultivieren, sollte sich vielleicht eher abends rasieren, da die Haare bis zum nächsten Morgen schon nachgewachsen sind und der Look so lässiger wirkt.

  1. Duschen – Davor oder danach?

Das hängt ganz von der Art der Rasur ab. Wer sich nass rasiert, sollte zuerst ausgiebig duschen, da das warme Wasser die Barthaare aufweicht und die Gesichtsporen öffnet. Elektrorasierer hingegen funktionieren besser auf trockenen Haaren. In jedem Fall vorher das Gesicht waschen.

  1. Rasierschaum

Rasierschaum braucht Zeit, um einzuwirken. Daher am besten zunächst eine dünne Schicht auftragen und sich dann die nächsten zwei Minuten mit anderen Dingen die Zeit vertreiben. Auch manche Elektrorasierer eignen sich zur Verwendung mit Rasierschaum!

  1. Die richtige Reihenfolge

Erst der Hals, dann die Wangen und zu guter letzt Oberlippe und Kinn. So hat der Rasierschaum nochmal zusätzlich Zeit an den Stellen, wo die Haare besonders dick sind, einzuwirken.

  1. Die Haut spannen

Egal ob nass oder trocken, für eine gründliche Rasur sollte die Haut stets gespannt sein, damit der Rasierer auch wirklich alle Härchen erwischt.

  1. Gegen den Strich – ja oder nein?

Auch hier gilt: das kommt ganz auf den Hauttyp und die Art des Rasierers an. Männer mit sensibler Haut sollten bei einer Nassrasur lieber in Wuchsrichtung rasieren und bei Bedarf den Vorgang nochmals wiederholen. Männer mit robuster Haut dürfen auch gerne gegen den Strich rasieren, bei Trockenrasierern ist die Richtung ohnehin egal.

  1. Spülen nicht vergessen

Bei Nassrasierern sollte während der Rasur die Klinge immer wieder mit warmem Wass abgespült werden. Mechanische Hilfsmittel, wie zum Beispiel eine Nagelbürste, sollten nicht verwendet werden, da sich dadurch die Klingen schneller abnutzen.

  1. Nach der Rasur

Haare weg, Gesicht glatt? Dann ist es jetzt Zeit für Pflege. Auch wenn viele Männer regelmäßig zu Aftershave greifen, welches Alkohol enthält, so eignet sich doch am besten eine milde, alkoholfreie Lotion, um der beanspruchten Haut Feuchtigkeit zu spenden.

Fotos: pixabay.com CC0 Public Domain, Titelfoto: Shutterstock.de/Olena Yakobchuk

 


1 Kommentar

  1. tim.stieno

    Sehr schöner Artikel. Es scheint, dass der zottelige Bart so langsam wieder aus der Mode kommt und man als Mann wieder rasiert sein darf 🙂 Ich selbst trage eine Drei-Tage-Bart, da ich nach dem Rasieren mit Hautirritationen zu kämpfen habe. Seitdem ich das After-Shave Balsam von http://www.noberu.de nutze, sind die kleinen Pickelchen aber fast so gut wie verschwunden. Trotzdem die Frage: Welchen Rasurtyp würdet ihr empfehlen um Hautirritationen zu vermeiden? Ich hätte jetzt eher zur Nassrasur tendiert?

    LG
    Tim


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