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Mehr gleichgeschlechtliche Scheidungen

2016 wurden in Deutschland mehr Verpartnerungen aufgelöst, als jemals zuvor

Laut neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes wurden 2016 in Deutschland 1136 Verpartnerungen durch richterlichen Beschluss aufgelöst. 698 weibliche und 540 männliche Paare ließen ihre Partnerschaft offiziell trennen. Damit stieg die Zahl der Trennungen erneut an, um neun Prozent: Vor zwei Jahren hatten sich nur 610 weibliche und 526 männliche Paare getrennt.

Die eingetragene Partnerschaft ist damit trotzdem immer noch weit stabiler, als die klassische, bislang heterosexuelle Ehe. Daran ändert auch die Eheöffnung in Deutschland bislang nichts. (MÄNNER-Archiv) 2016 ließen sich 162.397 Ehepaare scheiden, die Scheidungsrate liegt bei rund 40 %. Im Gegensatz dazu wird, im Moment, nur jede neunte Partnerschaft aufgelöst.Statistiker erwarten, dass sich diese Werte im Laufe der nächsten zwei Jahrzehnten auf Grund der Eheöffnung annähern.

2015 wurden 7401 gleichgeschlechtliche Paare verpartnert und es gab in Deutschland insgesamt rund 94 000 Paare, die in einer gleich­geschlecht­lichen Lebens­gemeinschaft lebten

2015 wurden 7401 gleichgeschlechtliche Paare verpartnert und es gab in Deutschland insgesamt rund 94 000 Paare, die in einer gleich­geschlecht­lichen Lebens­gemeinschaft lebten. Dies waren über die Hälfte mehr (57 %) als zehn Jahre zuvor (2005: 60 000 Paare). Männer lebten etwas häufiger mit einem Partner des gleichen Geschlechtes zusammen als Frauen, sie führten 52 % aller gleich­geschlecht­lichen Lebens­gemeinschaften.

Mit 46 % lebte 2015 laut statistischem Bundesamt etwas weniger als die Hälfte aller gleich­geschlecht­lichen Paare in einer einge­tragenen Lebens­partnerschaft (43 000 Paare). Seit dem Jahr 2006, als der Familien­stand erstmals im Mikro­zensus abgefragt wurde, hat sich die Zahl der einge­tragenen Lebens­partnerschaften damit weit mehr als verdrei­facht (2006: 12 000 Paare). Trotzdem gilt der Wert als niedrigster möglicher und verzerrt, da die Angabe zur sexuellen Orientierung im Mikrozensus freiwillig ist und es nicht der Lebensrealität der meisten schwulen Männer entspricht, dass jedes zweite Paar verpartnert ist.

Foto: Shutterstock.com/Blablo101


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