shutterstock_623701421

Queere Aktivisten gegen Macron

LGBTI-Rechtler protestieren öffentlich gegen die Flüchtlingspolitik des französischen Präsidenten

Der französische Präsident Macron hat die Wahlen für sein Amt vor Monaten auch gewonnen, weil er als LGBTI-Befürworter und Menschenfreund gilt. Trotzdem hat eine Gruppe von LGBTI-aktivisten jetzt laut und sehr sichtbar gegen ihn protestiert.In einem Artikel für die Online-Zeitung The Huffington Post erklärt  einer von ihnen, Cy Lecerf Maulpoix, warum er und 20 seiner MistreiterInnen* auf einer Brücke in der Nähe des Palais du Louvre ein Banner aufgehängt haben, auf dem steht „Macron lässt Flüchtlinge verhungern“.

Dabei geht es um die aktuellen und geplanten Regeln für Immigranten und Geflüchtete der Regierung Macron.Journalist Maulpoix schreibt, Macron würde „sich in einem menschenrechtsfreundlichen Schrank verstecken“, obwohl Immigranten „in der Realität mit unserer gegenwärtigen Politik konfrontiert werden, inklusive einem Mangel an juristischer, sozialer und medizinischer Unterstützung. Und das alles, ohne Orte zu haben, an denen sie ihre Bedürfnisse mit ausgebildeten Mitarbeitern besprechen könnten, die in der Lage sind, sie beim Kampf für ihre rechte zu unterstützen.“

Er sagt, das würde zu Zuständen wie unter Präsident Trump in den USA führen: „mehr Polizei, mehr Räumungen, mehr Unterdrückung und Geflüchtete werden noch angreifbarer“

Maulpoix kritisiert, dass die neuen Vorschläge der französischen Regierung „schwammig und unkonkret“ sind und nicht an konkrete Budgets gebunden. Er sagt, das würde zu Zuständen wie unter Präsident Trump in den USA führen: „mehr Polizei, mehr Räumungen, mehr Unterdrückung und Geflüchtete werden noch angreifbarer. … Sie werden schon jetzt von der Polizei durch die Wälder gejagt, um sie am Schlafen zu hindern. Man verweigert ihnen ihre Menschenrechte. Wasser wird durch den Einsatz von Tränengas vergiftet und Lebensmittel werden gerade an Frauen und Kinder nur sehr unzureichend verteilt.“

 

Warum sich LGBTI-Aktivisten jetzt darum kümmern, statt um LGBTI-Rechte, erklärt Maulpoix damit, „dass die Situation gegen die wir uns wenden fast so unmenschlich ist, wie das, was schwule Männer derzeit in Tschetschenien erleiden müssen.“ Es sei gut, dass Macron den russischen Präsidenten Putin wegen der Vorgänge in Tschetschenien in die Verantwortung genommen hätte (MÄNNER-Archiv), aber Aktivisten könnten nicht einmal bestätigen, dass mehr als zwei tschetschenische Flüchtlinge in Frankreich Asyl gefunden hätten.

 

Foto: Shutterstock/Frederic Legrand – COMEO


0 Kommentare



Likes & Shares

Durch die fortgesetzte Nutzung der Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. mehr Info

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close