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Revolution im Familienrecht

Das Justizministerium will lesbische Mit-Mütter und will Samenspender besser schützen

Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung hat das Bundesjustizministerium im Stillen eine Revolution im Familienrecht vorbereitet. Der Arbeitskreis Abstammungsrecht wurde vor zwei Jahren gebeten, Vorschläge für die rechtliche Ordnung der neuen Familienwelt zu erarbeiten. Unter dem Vorsitz von Meo-Micaela Hahne, ehemalige Vorsitzende des Familiensenats im Bundesgerichtshof, hat der 11-köpfige Arbeitskreis am Dienstag einen 134-seitigen Abschlussbericht vorgelegt.

Die größte Änderung: Der Bericht schlägt vor, für lesbische Paare eine „Mit-Mutterschaft“ einzuführen. Bringt eine lesbische Frau per Samenspende ein Kind zur Welt, soll ihre Ehe- oder Lebenspartnerin zur Zweitmutter werden können. Besteht schon eine Lebensparttnerschaft würde das automatisch geschehen, wenn nicht, durch eine ausdrückliche rechtliche Anerkennung der Partnerin als weiterer Mutter des geborenen Kindes. Das ist jetzt bei heterosexuellen Paaren schon möglich und für die im Eherecht geregelt, ist aber für gleichgeschlechtliche Paare im am Freitag im Bundestag beschlossenen Gesetz zur Ehe für alle (MÄNNER-Archiv) nicht enthalten.

Bislang können die betroffenen Paare ihre Kinder nur über die Adoption mit einem zweiten Elternteil versorgen

Foto: Shutterstock.com/Africa Studio


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