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STNDR: So geht das neue Schwanz-Dating

Was hat es auf sich mit der "härtesten Dating-Plattform" für schwule Männer?

Schon auf dem Kölner CSD waren die fickrigen Mannsbilder mit den Einhorn-Masken unterwegs. Auf dem Berliner CSD war es das Gleiche. Im Getümmel bekam man mit, dass sie Botschafter für die neue Dating-Plattform STNDR waren und dass das irgendwas mit Schwänzen (also Penissen) zu tun hat. Greifbar war damit aber immer noch nichts. Also alles heiße Luft? So dann doch nicht. In gewisser Weise dringt das Berliner Start-Up zur Essenz des schwulen Datings vor – den Schwänzen halt. Wir haben genauer hingeguckt.

Ist ein Schwanz interessant, gibt’s ein „Match“

Für alle, die wegen der Tinder- und Grindr-Ähnlichkeiten des Namens betriebsblind sind oder die beinharte Wahrheit nicht wahrhaben wollen: STNDR kommt natürlich von „Ständer“. Das simple aber spaßige Prinzip der Dating-Plattform ist, dass sich ihre User nicht über Gesichter, sondern über ihre Erektionen definieren. Sprich: Wer sich anmeldet, bekommt vorerst nichts anderes als Schwänze zu sehen. Wenn einer davon interessant genug erscheint, wird ein „Match“ gemacht. Erst dann wird das Gesicht des anderen Users freigeschaltet.

„Was hast du für Hobbies? Das ist verlogenes Blabla. Wir lassen das Vorspiel weg“

Die Erfinder der App wollen anonym bleiben, aber sie bringen die Vision hinter STNDR in einer Pressemitteilung auf den Punkt: „Bei den meisten Apps geht es doch in Wirklichkeit auch nur um Sex. Oh, du siehst aber sympathisch aus. Was hast du für Hobbies? Bist du öfter hier in der Stadt? Das ist doch verlogenes Blabla. Wir lassen das Vorspiel einfach weg.“ Auch das Motiv der Einhornmasken-Botschafter hat in diesem Fall nichts mit dem Unique-Regenbogen-Geflatter zu tun, sondern lediglich mit dem STNDR-Logo – das zwei Einhörner zeigt, die die Hörner kreuzen.

„Ich muss für STNDR mal ne Lanze brechen“

Dass sich aus dieser Programmatik sehr viel pubertärer, aber auch origineller Wortwitz herausholen lässt, beweisen die STNDR-Macher bei Instagram, wo sie virtuelle Spruchkärtchen unters Volk bringen, die Claims wie „Ich muss für STNDR mal ne Lanze brechen“ oder „Es gibt eigentlich nur wachsweiche Argumente gegen STNDR“ tragen. Beim (kostenlosen) Anmelden geht das dann noch eine Weile so weiter. Zunächst gibt man seine E-Mail-Adresse an und bekommt einen Code zugeschickt („PS: Unsere Härte kann im SPAM landen“). Danach wählt man ein Passwort und muss noch mal eine E-Mail und seine Volljährigkeit bestätigen („WARNUNG: Der Anblick von Geschlechtsteilen kann manche User geil machen. Andere ziemlich verstören. Oder beides.“). Aber wenn man seine eigenen Penis- und Gesichtsbilder hochgeladen hat, geht tatsächlich das große Schwanz-Browsen los.

Bisherige Reichweite: Berlin, Düsseldorf, Köln, New York und San Francisco

Einziger kleiner Haken: Nach nur zwei Wochen im Netz ist die Reichweite von STNDR noch relativ gering. Die Städte-Auswahl beschränkt sich derzeit auf Berlin, Düsseldorf, Köln, New York und San Francisco. Amsterdam und Tel Aviv sind in Arbeit. Dort soll es ja auch schöne Ständer geben. Und für alle, die auf dem Land leben: Für einen Darkroom mit Licht lohnt sich ein Städtetrip doch immer. Als solchen verstehen die STNDR-Macher ihr Portal nämlich. Also: Licht an, Ständer raus! Bei den Zahlen unten kannst du dich mit ein paar Einhorn-Pics und Spruchkärtchen in Stimmung bringen!

Titelbild: Instagram / stndr.org


2 Kommentare

  1. Gerry Murolo

    Hey Christian, wir wünschen uns natürlich einen RiesenSTNDR. Und unsere geilen User offensichtlich auch. Deshalb haben wir sofort Hand angelegt und das Ding hochgefahren 😉 Hamburg, Dresden und Leipzig sind seit eben online!


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