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Geile Party!

Der Hustlaball 2010. 2012 wird mindestens so heiß! (Foto hustlaball-award.com)

Der Hustlaball 2010. 2012 wird mindestens so heiß! (Foto hustlaball-award.com)

Der Hustlaball wird am 21. Oktober 10 Jahre alt und begeht das Jubiläum mit seiner spektakulärsten Ausgabe bislang. MÄNNER verlost 2×2 Freikarten.

Wer sich nächste Woche das Wochenende lustvoll gestalten will, sollte nach Berlin kommen. Die spektakulärste schwule Party der Welt findet schon zum 10. Mal statt: der Hustlaball 2012. Natürlich gibt es denn üblichen Schwung Pornostars, die ihre besonderen Qualitäten ausstellen werden, aber das Spannende ist ja wie immer, wie die Gäste sich verhalten. Vom erschreckten Neuling bis zum gut abgehangenen Oldie, die es “bezaubernd” findet, wenn gefistet wird, gibt es wieder alles, da sind wir sicher.  Comedy-Superstar Pam Ann fliegt für einen Gastauftritt ein und der Hustlaball-Award wartet zum vierten Mal auf seine Gewinner. MÄNNER verlost 2×2 Freikarten. Einfach bis zum 15. Oktober eine E-Mail mit dem Kennwort: “Happy Birthday Hustlaball” an paul.schulz@brunogmuender.com schreiben und mit ein bißchen Glück seit ihr dabei. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Spaß und ein (be)rauschendes Fest! (pasch)

4th HustlaBall-Awards Show, Freitag, 19. Oktober, 20 Uhr

10th HustlaBall Berlin, Freitag 19. Oktober, 22 Uhr, Kit Kat Club Berlin

HustlaBall After Hour, Samstag 20. Oktober, 7 Uhr

    Alle Infos unter www.facebook.com/hustlaball oder www.hustlaball.de

    Queer as Folk ist zurück!

    Heute startet die große Rise’n Shine-Queer as Folk-Convention in Köln. Neun Serienstars reisen an. Wir haben die Darsteller von Ben (Robert Gant), Justin (Randy Harrison) und Emmett (Peter Paige) für unsere aktuelle Ausgabe ausführlich interviewt. Hier drei Kostproben

    Robert Gant

    Robert Gant

    Queer As Folk war 2000 eine echte TVRevolution. Du warst seit der zweiten Staffel dabei, als schon abzusehen war, wie erfolgreich die Serie sein würde. Aber hättest du gedacht, dass du elf Jahre später an einer QAF-Convention in Köln teilnehmen würdest? Wie fühlt es sich an, dass eure Arbeit an der Serie jetzt schon seit so langer Zeit und von so vielen Leuten begeistert aufgenommen wird – und warum tun sie das sieben Jahre nach dem eigentlichen Ende der Show immer noch?
    Robert Gant: Nein, natürlich habe ich 2001 nie gedacht, dass ich 2012 an dieser Convention teilnehmen würde, und ganz sicher nicht in Köln. (lacht) Aber … Moment … Meine Güte. Es ist echt elf Jahre her? Es fühlt sich toll an, dass wir da offensichtlich was von bleibendem Wert auf die Beine gestellt haben. Das Großartige ist: Ich bekomme immer noch E-Mails von Menschen, die die Serie gerade erst für sich entdeckt haben. Die machen jetzt genau die gleichen Erfahrungen, die wir und das Publikum machten, als die Show zum ersten Mal ausgestrahlt wurde. Und ich glaube, dass sie diese Erfahrungen heute machen können, weil die Figuren und ihre Beziehungen untereinander in QAF etwas komplett Zeitloses haben, was ihnen gestattet, auch über die eigentliche Entstehungszeit hinaus Wirkung zu entfalten. Und das tun sie natürlich auch immer wieder bei neuen Zuschauern, die vor ganz ähnlichen universellen Problemen stehen: Wie sieht erfüllte Sexualität aus? Wie kann man versuchen herauszufinden, was genau das eigentlich heißt, schwul oder lesbisch zu sein? Und in welcher Art von Community wollen wir leben, und was müssen wir dafür tun? QAF ist eine der ganz wenigen kulturellen Quellen, aus der sich Antworten auf all diese Fragen speisen lassen. Außerdem glaube ich, dass Zuschauer an QAF auch einen konstanten „Familiensinn“ schätzen, der in der Szene nicht unbedingt immer vorhanden ist, weil sie sich ja ständig neu definiert und verändert.

    Peter Paige

    Peter Paige

    Viele Fans wünschen sich einen Queer-As-Folk-Reunion-Film. Wärst du dafür zu haben?
    Ich sage immer, dass ich nicht genau weiß, ob es so gut wäre, sich die Charaktere ein Jahrzehnt später nochmal anzugucken. Stell dir mal vor, die hängen immer noch jedes Wochenende im Babylon rum und reißen einen Kerl nach dem anderen auf: Wenn sie noch da sind, haben sie sich in zehn Jahren nicht weiterentwickelt und das wäre irgendwie schlimm, oder? Aber wenn sie nicht mehr da sind, ist es halt nicht QAF! Die Serie hat den Moment eingefangen, in dem sie von Jungs zu Männern geworden sind – das hatte etwas sehr Spezifisches. Um Emmett mache ich mir wenig Sorgen, der ist inzwischen bestimmt sehr erfolgreich mit einer seiner vielen guten Geschäftsideen und hat sich einen sehr verständnisvollen Mann geangelt, der ihn genauso sein lässt, wie er nun mal ist.

    Randy Harrison

    Randy Harrison

    Du warst fünf Jahre Justin, kennst ihn also ganz gut. Wo wäre er heute?Ich denke, er lebt immer noch in New York. Hat es aber nicht geschafft, in der Kunstwelt Fuß zu fassen. Ich meine, er hat in Pittsburgh irgendwelche Photoshop-Experimente auf Hochglanzpapier ausgedruckt und sich damit bei Galerien vorgestellt. Was nur beweist, dass er offensichtlich keine Ahnung davon hatte, was in der Kunstwelt 2005 so abging. Was mich wiederum vermuten lässt, dass er kein wirklich neugieriger Mensch ist. Er hat inzwischen eine gute Stelle in einer Grafikdesign- Agentur oder ist vielleicht in der Werbung. Er kann Photoshop, Illustrator und vielleicht sogar ein bisschen Flash Animation, verdient also ganz gut. Er hat einen Partner, der noch deutlich mehr Geld verdient als er und wahrscheinlich ein ganzes Stück älter ist, ein Anwalt vielleicht. Justin pflegt seinen Vaterkomplex, leider! (lacht) Die beiden haben schnell geheiratet, gleich als es in New York State möglich wurde. Ihre Wohnung liegt in Chelsea oder Hell’s Kitchen, den angesagten Szene-Bezirken von Manhattan, und sie verachten Menschen, die in Brooklyn wohnen. Justin war noch nie in einem Off-Broadway- Theater. Ich könnte mir vorstellen, dass er und sein Partner gerade damit beschäftigt sind, nach der passenden Leihmutter für ihr gemeinsames Kind zu suchen. Denn natürlich sind sie narzisstisch genug und können es sich leisten, sich trotz der Überbevölkerung von Manhattan fortpflanzen zu wollen. Justin denkt, er gehört zu den oberen Tausend Schwulen von New York und ist sehr stolz darauf! Solche Dinge sind ihm in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Wenn er mal nach Pittsburgh fährt, bringt er nur jeden dazu, sich schlecht zu fühlen, obwohl er das gar nicht möchte. (lacht) Und weißt du, wie das ist, wenn man betrunken mit jemandem schläft – und am nächsten Morgen wachst du auf und denkst: Wie konnte mir das denn nur passieren? Dir wird ein kleines bisschen übel, wenn du dich an die Details erinnerst. So fühlt sich Justin jetzt, wenn er in Pittsburgh bei seiner Mutter zu Besuch ist und zufällig Brian wiedersieht. Sein Mann macht sich über Brian und ihre einstige Beziehung lustig. Und auch wenn Justin scheinheilig ein bisschen dagegen protestiert – am Ende muss er mitlachen über diese Witze.


    Noch viel mehr den dreien, was mit den anderen Darstellern passiert ist und alles zur Covention jetzt in unserer aktuellen Ausgabe.

    Meine Gitarre, ein Hocker und ein Mikro

    Jay Brannan (Foto Christine Merson)

    Jay Brannan (Foto Christine Merson)

    Jay Brannan hatte seit neun Jahren keinen Freund.  Ist das für den Shortbus-Star ein Grund, melancholisch zu werden? Nein. Denn das war er auch schon vorher – und zwar aus voller Überzeugung. Jay Brannan kommt ist mit seinem neuen Album Rob me blind auf Deutschland-Tour. Da tauscht der schwule Songpoet seine Schüchternheit gegen Bühnenpräsenz ein. Im MÄNNER-Interview macht er sich schon mal locker

    Interview: Christian Lütjens

    Was war deine letzte Schwulenparty, welchen Drink hast du dort bestellt und was sagt beides über deine Persönlichkeit aus?

    Hmm … Ich gehe ziemlich selten aus. Aber mein Kumpel John Cameron Mitchell (Regisseur von Shortbus, Anm. d. Red.) ist DJ bei der New Yorker Monatsparty „Mattachine“. Dort gehe ich manchmal hin, um Freunde zu treffen, die mir sonst nirgendwo über den Weg laufen. Ich bestelle in der Regel Wasser, weil ich keinen Alkohol trinke. Was das über meine Persönlichkeit aussagt…? Wahrscheinlich, dass ich es sicher und vertraut mag.

    Dein neues Album klingt sehr melancholisch. Bist du glücklich?

    Mit dem Wort würde ich mich selbst sicher nicht beschreiben. Ich bin nicht mal sicher, was „glücklich sein“ bedeutet. Glück ist dieser Zustand dauerhafter Zufriedenheit, in dem alles immer glatt läuft. Also ganz offensichtlich ein unerreichbares Ziel. Trotzdem geben einem viele Leute das Gefühl, dass es etwas Schlechtes ist, wenn man nicht „glücklich“ ist. Das halte ich für nicht gesund, denn das Leben ist nun mal kompliziert und schmerzhaft. Ich finde, es ist wichtig, dass wir lernen, die dunklen Seiten unserer Persönlichkeit wertzuschätzen, auch wenn sie gesellschaftlich
    weniger akzeptiert sind. Für mich ist das ein Antrieb, Musik zu machen. Dabei enthülle ich meine dunklen Seiten, muss also nicht mehr alleine mit ihnen klarkommen. Offenbar können sich damit viele identifizieren.

    Du lebst in New York. Kommt man dem Glück dort näher als anderswo oder ist es umgekehrt?

    Ich bin seit acht Jahren in New York City und habe dort viele Phasen durchlaufen. Es ist eine tolle Stadt, wo gerade die Entfaltungsmöglichkeiten für Künstler und alternative Lebensentwürfe größer sind als irgendwo sonst. Andererseits ist es teuer, kostet vielKraft dort zu leben, und wenn man nicht ohne Ende Geld hat, ist der Raum, den man für sich selbst hat, begrenzt. Die Vorstädter und die Gentrifizierung haben die meisten Bezirke sehr verändert. Trotzdem: Wenn man
    einmal dort gelebt hat, fällt es schwer, sich vorzustellen, woanders hinzugehen.

    Wo lernst du deine Lover kennen?

    Ich hatte seit neun Jahren keine Beziehung, also weiß ich nicht, ob das, was ich jetzt erzähle, in die Kategorie „Lover“ passt, aber kennengelernt habe ich die Person übers Internet. Für mich sowieso der einzige Weg, Leute zu treffen. Letztendlich gibt es dafür doch nur das Internet, Bars oder die Arbeit. Ich gehe nie in Bars und arbeite selbstständig
    von zu Hause aus oder reise durch die Gegend … Bleibt also nur das Internet.

    Welche der folgenden Fahnen würdest du dir an die Wand hängen? US-Flagge, Regenbogenflagge, Friedensflagge?

    Ich würde mir überhaupt keine Flagge an die Wand hängen. Ich finde Individualität viel interessanter, als mich über Symbole zu identifizieren, die Gruppen von Menschen in grobe Kategorien einteilen. In manchen Zusammenhängen sind Symbole notwendig, aber nicht für meine Wand.

    Das CD-Cover von Rob Me Blind illustriert den Titel, indem es dich mit gefesselten Händen und Füßen zeigt …

    Genau. Rob Me Blind ist gleichzeitig auch der Titel meines persönlichen Lieblingslieds auf der Platte. Darin dreht sich alles um die vordergründig negativ besetzte Zeile „Rob Me Blind“, die ja bedeutet, dass dir jemand alles wegnimmt, was du hast. Im Kontext des Songs ist das aber genau das, was ich von einer geliebten Person verlange. Ich mag es, Klischees in dieser Form zu brechen und fand es lustig, den Titel mit einem Cover zu spiegeln, auf dem ich ausgeraubt am Boden sitze, aber gar nicht versuche, mich zu befreien.

    Der Text zur Single „Beautifully“ erzählt eine sehr anrührende Geschichte über ein unglücklich verliebtes Mädchen. Fiktion oder eigene Erfahrung?
    Der Text repräsentiert schon mich selber. In der Situation, mich in jemanden zu verlieben, der entweder nicht interessiert ist oder die Gefühle nicht erwidert, finde ich mich häufig wieder. Ich wollte darüber einen erzählenden
    „Er sagte/sie sagte“-Text schreiben, wie ihn viele Countrysongs verwenden. Wenn man aber schreibt „Er sagte/er sagte“, bringt man ständig die Figuren durcheinander, also habe ich den Song aus der Perspektive eines Mädchens
    geschrieben. Mir bedeuten geschlechtsdefinierende Pronomen ohnehin nicht viel. Im Grunde sind soch alle Menschen gleich.

    In „The Spanglish Song“ singst du Spanisch. Wo hast du die Sprache gelernt?

    Ehrlich gesagt, kann ich fast kein Spanisch. Aber ich stamme aus Texas, bin also an der Grenze zu Mexiko aufgewachsen und habe ein paar Grundlagen mitbekommen. Die Inspiration für den Song war allerdings ein Aufenthalt in Madrid, wo ich 2010 einen Monat verbracht habe. Da meine Kenntnisse für einen kompletten Text nicht ausreichten, ist
    in dem Song aber nur der Refrain Spanisch.

    Du hast Video Games gecovert und in deinem Blog eine Message an Lana Del Rey gepostet. Hat sie sich gemeldet?

    Nein, aber ihre Plattenfirma folgt mir seitdem auf Twitter. Ich weiß auch gar nicht, worüber ich mit Lana reden sollte. Ich würde sie einfach in ein 50er-Jahre-Diner schleppen und Schoko-Milchshakes und Pommes bestellen.

    Bekannt geworden bist du 2006 durch deinen Auftritt in Shortbus. Welches Verhältnis hast du heute zu dem Film?

    Ich war vor ein paar Wochen bei John, dem Regisseur, zu Besuch, der gerade eine Kopie der deutschen Blue-Ray-Fassung runtergeladen hatte. Dort habe ich seit langer Zeit mal wieder ein paar Ausschnitte geguckt. Da kamen viele Erinnerungen hoch. Die Dreharbeiten waren ein langwieriger, sehr persönlicher Prozess und haben einen Riesenspaß
    gemacht. Den Film heute zu gucken, fühlt sich an, als würde ich ein Highschool-Jahrbuch durchblättern. Mit dem Unterschied, dass Shortbus im Gegensatz zur Highschool nur positive Erinnerungen zutage fördert.

    Du bist im Mai auf Tour durch Deutschland. Was ist das Konzept für die Shows?

    Es werden Solo-Akustikkonzerte. In Deutschland ist noch meine gute Freundin Bitch als Support Act dabei. Die war mit ihrer Band Bitch and Animal auch in Shortbus zu sehen. Die meiste Zeit sind aber nur ich, meine Gitarre, ein Hocker und ein Mikro auf der Bühne. Ich mag solche Akustik-Shows. Sie sind intim und lenken den Fokus auf Text und Stimme. Irgendwann würde ich gern mit Streichern touren, aber bisher bin ich nicht bereit, mich dafür bis über beide Ohren zu verschulden.

    Facts: Jay Brannan
    Geboren: 29. März 1982, Houston/Texas, USA
    BioGrafie: Jays Eltern wollten bei seiner Geburt ein Mädchen. „In vielerlei Hinsicht bekamen sie, was sie wollten“, sagt er, räumt aber ein, dass sein Outing familiäre Kontroversen auslöste. Nach Stationen in Cincinatti und Kalifornien kam er 2002 nach New York, wo John Cameron Mitchell ihn als Ceth in Shortbus besetzte. Eine weitere Filmrolle folgte in Holding Trevor, danach wandte Jay sich ganz der Musik zu. Rob Me Blind ist seine dritte LP.

    Deutschland-Tour: 20. bis 26. Mai

    Website: www.jaybrannan.com

    Sechs Wochen für Magnus

    Die Bundesstiftung Magnus Hischfeld ist ab 7. Mai für sechs Wochen Gastgeberin der ersten Magnus Hirschfeld-Tage mit über 30 Veranstaltungen von Homo-Geschichte bis Genderdiskurs

    Jetzt geht’s richtig los! Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, die erst Ende letzten Jahres ihre Arbeit aufgenommen hat, präsentierte am Montag in Berlin das sehr umfangreiche Programm der ersten Magnus-Hirschfeld-Tage. Die sollen ab 2012 alle zwei jahre in verschiedenen Regionen stattfinden und an ihren Namensgeber, sowie andere Pioniere der Sexualemanzipation erinnern. Die Bundesstiftung und der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) laden vom 7.Mai bis zum 23. Juni zu einer Vielzahl von Veranstaltungen, von Ausstellung über Film bis politischer Diskussion. Dabei wird es auch – aber definitiv nicht nur – historisch: über die Entschädigung der Opfer des § 175 wird genauso gesprochen wie über aktuelle Gender-Diskurse. Da ist für jeden etwas dabei. Das komplette Programm findet sich hier: http://www.hirschfeld-tage.de/programm.php (pasch)

    Einer für alle, alle für einen?

    Ein heterosexueller St. Petersburger ist verhaftet worden, weil er sich öffentlich gegen die neuen Gesetze gegen “schwule Propaganda” ausgesprochen hat. Um ihm zu helfen, kann jeder eine Petition an den russischen Ministerpräsidenten unterschreiben

    Sergej Kondraschow am Sonntag vor seiner Verhaftung in St. Petersburg

    Sergej Kondraschow am Sonntag vor seiner Verhaftung in St. Petersburg

    Am letzten Sonntag wurde Sergej Kondraschow in St. Petersburg verhaftet, weil er gegen die neuen “Gesetze gegen schwule Propaganda” demonstrierte. Er ist hetero. Auf dem Plakat, das der Grund für seinen Arrest war, stand zu lesen: “Eine gute Freundin meiner Familie ist lesbisch. Meine Frau und ich respektieren und lieben sie … und ihre Familie ist genauso eine Familie wie unsere eigene.“

    In vier Tagen wird Sergej dafür vor Gericht gestellt werden, wo ihm 15 Tage Haft drohen. Sergej hat unter anderem dagegen protestiert, dass das russische Parlament im Moment darüber berät, ob die restriktive St. Petersburger Gesetzgebung auf ganz Russland ausgeweitet werden sollte. Er fordert den russischen Premierminister Wladimir Putin auf, sich gegen das Verfassungswidrige Gesetz auszusprechen, das auch Sergej zu einem Kriminellen macht, und alles in seiner Macht stehende zu tun, um dessen Ausweitung zu verhindern.

    Sergej sieht sich selbst nicht als Aktivist, sondern nur als einfacher Bürger, der davon überzeugt ist, dass alle Bürger die gleichen Rechte haben sollten – egal ob sie schwul, lesbisch, transsexuell oder heterosexuell sind. Wenn ihr auch dieser Meinung seid, könnt ihr auf der verlinkten Seite eine Petition an den russischen Premierminister unterschreiben, die sich gegen Sergejs Verhaftung und das Gesetz ausspricht. (pasch)

    Hier geht’s zu Petition





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