BUTCH ist…
…Bepackt? Beautiful? Bärtig? Bottom? Behaart? Besonders?
6 Männer packen aus: Micky Friedman, Rummelsnuff, Samuel Colt, Buck Angel, Just Men Berlin & Shaker Attisha.
Mit Fotos von Rick Day, Ray Van Zeschau, Felix Drobek, Dylan Rosser & Mark Berry
Bitch oder Butch?
Liebe Leser,
wer heute in der Schwulenszene punkten will, muss butch sein. Trotz Drag-Diven auf CSD-Umzügen eifert der schwule Mainstream mehrheitlich längst einem toughen Männlichkeits-Ideal hinterher. Nicht schrill und schräg, sondern bepackt und behaart. Aber was macht überhaupt einen butchen Kerl aus? Sind es nur die Muskeln und das markante Gesicht? Oder eher innere Werte, männliche Tugenden sogar?
Wir haben sechs Kerle gefragt, die es wissen müssen: Darunter Rummelsnuff, den böse dreinschauenden Elektropop-Star, der sein Geld auch als Türsteher vor dem Lab, dem Sexclub des Berliner Berghain, verdient (Seite 14). Außerdem Micky Friedman, der zum Ballettensemble der Komischen Oper in Berlin gehörte, bevor er jetzt als DJ zwischen Toronto, Tel Aviv und Moskau hin und her jettet. Dabei hat sich der hübsche Tänzer nicht nur neu erfunden, sondern auch eine kerlige Model-Figur antrainiert (Seite 17). Und Porno- Newcomer Samuel Colt sagt von sich, er sei von Natur aus butch. Mit der Frage, wer top und wer bottom ist, hat Butchsein seiner Meinung nach übrigens nichts zu tun. Wenn überhaupt, sind die Bottoms butch (Seite 16)!
Unser Redakteur Johannes J. Arens erzählt in der Glosse von seiner Kindheit, in der Butchsein in einer Gruppe besonders auffällig war: nicht bei den Buben, sondern bei den dicken Mädchen (Seite 32)! Noch anders alsSchwule müssen Männer, die biologisch keine sind, ihre Männlichkeit zeigen. „Original Plumbing“ ist ein Heft für Transmänner, die sich in verschiedenen Posen sowohl stolz als auch witzig zeigen – selbst gemachte Mannsbilder. Grund genug, sie zum Thema „butch“ in dieses MÄNNER-Heft einzuladen. Auf sechs Seiten zeigen wir, was es heißt, ein Trans-Mann zu sein (Seite 26).
Einen aufregenden August, ob Bitch oder butch, wünscht
Peter Rehberg.










